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01.07.2015

22:09 Uhr

Für wohltätige Zwecke

Saudischer Prinz Walid will gesamtes Vermögen spenden

Bislang war der saudische Prinz Walid für seinen ausschweifenden Lebensstil bekannt. Doch nun macht der Milliardär eine Kehrtwende. Nach eigenen Angaben will Walid 32 Milliarden Dollar spenden – sein gesamtes Vermögen.

Der Enkel des Staatsgründers will sein gesamtes Vermögen spenden. Imago

Prinz Walid

Der Enkel des Staatsgründers will sein gesamtes Vermögen spenden.

RiadBislang war der saudische Milliardär Prinz Walid bin Talal für seinen ausschweifenden Lebensstil bekannt, jetzt präsentiert er sich als großzügiger Wohltäter: Der 60-Jährige will nach eigenen Angaben 32 Milliarden US-Dollar (29 Milliarden Euro) für wohltägige Zwecke spenden. Sollte er sein Vorhaben in die Tat umsetzen, dann würde er damit sein gesamtes Vermögen abgeben.

Das Geld werde er in den nächsten Jahren seiner Organisation „Alwaleed Philantrophies“ zukommen lassen, erklärte der Prinz am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in der saudischen Hauptstadt Riad. Einen genaueren Zeitrahmen gab er nicht an. Die Hilfsorganisation unterstützt laut ihre Internetseite unter anderem weltweit Projekte gegen Armut. Auch für Frauenrechte setzt sie sich demnach ein.

Prinz Walid, ein Enkel des Staatsgründers Ibn Saudi, ist dem Magazin „Forbes“ zufolge der reichste Mann Saudi-Arabiens. Seine Milliarden hat er mit einem Immobilienimperium gemacht. Ihm gehören über seine Kingdom Holding unter anderem zahlreiche Luxushotels wie das George V in Paris oder das Savoy in London. Auch an dem Kurznachrichtendienst Twitter ist er beteiligt. Im Nahen Osten gilt der 60-Jährige als einer der einflussreichsten Geschäftsleute.

Daneben fiel Prinz Walid in der Vergangenheit durch seine Extravaganzen auf. Aus seinem Reichtum macht er keinen Hehl. Vielmehr schwelgt er im Luxus. So berichtete „Forbes“ auch, der Milliardär fliege mit seiner eigenen Boeing 747 zu Geschäftsterminen. Sogar einen Thron soll die Maschine haben. Vor ein paar Jahren sorgte er für Aufsehen, als er sich den Superjumbo Airbus A 380 als Privatflugzeug bestellte.

Viel liegt dem Prinzen daran, dass die Welt von seinem Reichtum weiß. Vor zwei Jahren beschwerte er sich darüber, dass er auf der „Forbes“-Liste der Superreichen nur auf Platz 26 aufgetaucht war. Sein Vermögen sei zu niedrig bewertet worden, klagte er damals. Das Magazin antwortete, der Prinz übertreibe seinen Reichtum.

Hält der 60-Jährige sich an sein Versprechen und spendet die zugesagten 32 Milliarden Euro, würde er damit Microsoft-Gründer Bill Gates übertreffen. Der ließ laut „Forbes“ 28 Milliarden US-Dollar karitativen Zwecken zukommen. Der schwerreiche US-Investor Warren Buffet kommt mit 23 Milliarden Dollar derzeit noch auf Platz zwei der Wohltäter.

Von

dpa

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