Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.11.2016

11:32 Uhr

Gefährlicher Virus

Geflügelpest in Betrieb mit 30.000 Hühnern entdeckt

Die Vogelgrippe ist in einem Hühnerbetrieb mit tausenden Tieren ausgebrochen. Alle Tiere werden nun getötet. Die Behörden schlagen Alarm. Denn das Virus breitet sich gerade rasend schnell aus.

H5N8 in Deutschland

Nun hat die Pest einen großen Geflügel-Hof erreicht

H5N8 in Deutschland: Nun hat die Pest einen großen Geflügel-Hof erreicht

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

KielIn einem Hühnerbetrieb mit rund 30 000 Tieren im Kreis Schleswig-Flensburg ist die Geflügelpest ausgebrochen. Das nationale Referenzlabor, das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), habe am Samstag den hochpathogenen Erreger des Subtyps H5N8 nachgewiesen, teilte das Agrarministerium mit. Alle Tiere müssten nun getötet werden.
Am Abend zuvor hatte sich der Verdacht auf das hochansteckende H5N8-Virus auf einem Hühnerhof im Landkreis Vorpommern-Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) bestätigt. Auf dem privaten Hühnerhof in Mesekenhagen wurden 31 Tiere tot aufgefunden , 26 weitere wurden wegen des Verdachts auf Vogelgrippe vorsorglich getötet. „Damit haben wir den ersten amtlich bestätigen Fall in einem Nutztierbestand“, sagte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD).

Der dritte derzeit bekannte Ausbruch der aktuellen Vogelgrippe-Epidemie in einer Geflügelhaltung wurde in einem Putenhof in Lübeck-Ivendorf (Schleswig-Holstein) festgestellt.
Angesichts der Ausbreitung der Geflügelpest hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) am Samstagmorgen einen Krisenstab einberufen. Es bedürfe „schneller, effizienter Koordination und Entscheidungen“, erklärte der Minister. Im Zentralen Krisenstab Tierseuchen sind Experten von Bund und Ländern sowie Staatssekretäre versammelt. Sie sollen Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung der Vogelgrippe bündeln und alles tun, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wie Minister Schmidt mitteilte. Die Leitung des Krisenstabs hat sein Staatssekretär Hermann Onko Aeikens.

In Mesekenhagen starben dutzende Tiere an der Vogelgrippe. Jetzt hat das Agrarministerium einen Krisenstab einberufen. dpa

Geflügelpest breitet sich aus

In Mesekenhagen starben dutzende Tiere an der Vogelgrippe. Jetzt hat das Agrarministerium einen Krisenstab einberufen.

Zuvor waren bereits in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg Vögel entdeckt worden, die an einer aggressiven Variante des Subtyps H5N8 verendet waren. Der Subtyp H5N8 wurde zudem erstmals in Dänemark in toten Wildvögeln gefunden – auf der Insel Møn südlich von Seeland und in Kopenhagen. Zuvor hatten bereits Österreich, Schweiz und Polen infizierte Wildvögel gemeldet. In Ungarn wurde ein zweiter Ausbruch in einer Geflügelfarm bekannt. Damit wurde die aggressive Variante inzwischen in sechs europäischen Ländern nachgewiesen.

In Mecklenburg-Vorpommern sei das Virus bei 13 Vögeln gefunden worden, teilte das Agrarministerium in Schwerin mit. Zuerst war eine infizierte Reiherente auf der Ostseeinsel Insel Riems entdeckt worden – auf dem Gelände des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit (Friedrich-Loeffler-Institut). Später bestätigte sich der Verdacht auf die Geflügelpest bei 12 weiteren Vögeln von anderen Fundorten.

Bestimmte Vogelgrippestämme können auch bei Menschen zu schweren Erkrankungen führen - vor allem der gefürchtete Subtyp H5N1, dem schon mehr als 400 Menschen erlagen, aber auch der Typ H7N9. H5N8 gehört nach dem bisherigen Kenntnisstand nicht dazu.

Vogelgrippe

Die Geflügelpest ist los – Erster Fall bei Nutztieren

Vogelgrippe: Die Geflügelpest ist los – Erster Fall bei Nutztieren

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×