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13.11.2012

21:57 Uhr

„Gefällt mir nicht mehr“

Nach der Wahl verliert Romney Facebook-Fans im Sekundentakt

VonMichaël Jarjour

„Schadenfreude“ ist eines der deutschen Wörter, die auch Amerikaner gerne brauchen. Und die amerikanischen Medien verspüren sie derzeit, da sie die Fanzahl von Obama-Herausforderer Romney schrumpfen sehen.

Sieht seine Facebook-Fan-Basis in Sekundenschnelle schrumpfen: Mitt Romney. dapd

Sieht seine Facebook-Fan-Basis in Sekundenschnelle schrumpfen: Mitt Romney.

New York„Seht Mitt Romneys Fanzahl jedes Mal schrumpfen, wenn ihr ‚aktualisieren‘“ klickt, titelt das amerikanische Magazin „Slate“ auf seiner Webseite. Tatsächlich: Die Facebook-Fans des besiegten Präsidentschaftskandidaten schwinden in Sekundenschnelle.

Die Zeitung „Washington Post“ will die Zahl der Abtrünnigen genau berechnet haben: Am Freitag nach der Wahl drückten demnach 593 Nutzer pro Stunde auf den „Unlike“-Button. Laut „Mashable“, dem Internetblog für soziale Netzwerke, waren es bis zum Samstag sogar stündlich 847 ehemalige Romney-Fans, die dem 65-Jährigen den Rücken kehrten.

Um das Phänomen zu beobachten, muss man nicht auf Romneys Facebook-Seite gehen, und unermüdlich „aktualisieren“ klicken, denn Schadenfreudige haben eigens dafür eine Internetseite eingerichtet: disappearingromney.com („Verschwindender Romney“).

Der wiedergewählte Präsident Barack Obama (51) hat dagegen seit der Abstimmung am 6. November zahlreiche Facebook-Fans dazugewonnen. Der Unterschied ist immens: Über 33 Millionen Fans „gefällt“ Obama, Romney hingegen nur rund 12 Millionen.

Doch Obamas „Fans“ sind an Politik nur mäßig interessiert, an seiner Frau Michelle und seinen beiden Töchtern hingegen sehr. Das zeigen Zahlen des Professors Deen Freelon der American University. Er hat die Facebook-Zahlen der beiden Kandidaten analyisiert.

Bilder, wie sie Barack Obamas Fans lieben. Dieses Foto wurde zum Wahlsieg gepostet. dapd

Bilder, wie sie Barack Obamas Fans lieben. Dieses Foto wurde zum Wahlsieg gepostet.

Obama-Unterstützer „gefielen“ vor allem Beiträge des Kandidaten, die Obamas Familienleben zeigten; Fotos seiner Frau Michelle, seines Hundes oder der beiden Töchter mit dem Präsidenten. Romney-Fans hingegen waren eher am Wahlkampf selbst interessiert, „mochten“ Posts, bei denen sie zeigen konnten, dass sie ihn unterstützten, sagte Freelon dem Magazin The Atlantic.

Das beliebteste Foto dem Artikel zufolge: ein Hochzeitsfoto von Barack Obama und seiner Michelle, das er am Tag einer TV-Debatte auf Facebook stellte, seinem 20. Hochzeitstag. Dazu der Text: „Heute, vor zwanzig Jahren.“
Mit Material der dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

14.11.2012, 02:48 Uhr

Hallo HB
war das wirklich eine Meldung wehrt?
War der Typ nicht mal Schauspieler?
Oder bringe ich etwas durcheinander?
So Typ smarter,weisser Aufsteiger mit hohem Peinlichkeitsfaktor?
Lasset ihn in Frieden ruhen,okay.

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