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06.10.2012

16:05 Uhr

Gegenprotest von Linken

Ausschreitungen bei Neonazi-Aufmarsch

Bei einem Neonazi-Aufmarsch in Göppingen haben linke Gegendemonstranten Polizisten mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen. Die Beamten nahmen 80 bis 100 Aktivisten in Gewahrsam.

Plakat gegen den Neonazi-Aufmarsch in Göppingen. dpa

Plakat gegen den Neonazi-Aufmarsch in Göppingen.

GöppingenIn Göppingen ist es am Samstag bei Protesten gegen einen Aufzug von Neonazis zu Ausschreitungen gekommen. Etwa 80 bis 100 Aktivisten aus dem linken Spektrum seien in Gewahrsam genommen worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei ging von 2.000 Gegendemonstranten in der Innenstadt aus, darunter auch gewaltbereite Mitglieder des linken Spektrums.

Nach Polizeiangaben versuchte kurz nach 13.30 Uhr eine größere Gruppe, die polizeilichen Absperrungen zu durchbrechen. Dabei seien Beamte getreten und geschlagen worden. Zuvor waren Polizisten mit Feuerwerkskörpern beworfen worden. Durch Steinwürfe wurden mindestens drei Streifenwagen beschädigt.

Der Neonazi-Aufmarsch startete trotz der Proteste um kurz vor 15.00 Uhr mit rund 150 Teilnehmern. Die Demonstration richtete sich gegen Kapitalismus und Ausbeutung. Der Anmelder hatte 400 Teilnehmer erwartet.

Die Polizei prüft auch, ob ein Kabelbrand an der Bahnstrecke Stuttgart-Ulm möglicherweise vorsätzlich gelegt wurde, um etwa die Anreise von Neonazis zu erschweren. Durch das Feuer an der Trasse zwischen Süßen und Gingen an der Fils war der Bahnverkehr für mehr als eine Stunde unterbrochen. Der Fernverkehr in beiden Richtungen wurde während der Sperrung über Aalen und Donauwörth umgeleitet.

Am Samstagvormittag protestierten rund 200 Bürger friedlich vor dem Göppinger Rathaus gegen die Demonstration von sogenannten nationalen Sozialisten aus ganz Deutschland. Die östlich von Stuttgart gelegene Stadt hatte noch versucht, den Aufmarsch zu untersagen. Das Verbot wurde vom Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg am Freitag aber als rechtswidrig aufgehoben.

Von

dapd

Kommentare (5)

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Angst

06.10.2012, 16:56 Uhr

Habe viel mehr Angst vor den "Linken" als vor der "NPD".

Account gelöscht!

07.10.2012, 04:13 Uhr


Aufmärsche des braunen Mobs, deren Teilnehmern meistens schon die schiere Dummheit ins Gesicht geschrieben steht, sollte man immer mit allen gesetzlich zulässigen (!) Mitteln verhindern.

Ansonsten sollte man jedoch so wenig wie möglich von den dumpfen Gestalten berichten, da sie dadurch nur eine Aufwertung ihrer kranken Persönlichkeit erfahren.

Gast

07.10.2012, 10:29 Uhr

Linke und Rechte sollten sich mal irgendwo auf der Wiese treffen. Dann hat Deutschland zwei Probleme weniger.

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