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22.09.2013

18:15 Uhr

Geiseldrama in Nairobi

Israelische Spezialkräfte stürmen Einkaufszentrum

Bei einem Angriff der Schabab-Miliz auf ein Einkaufszentrum in Nairobi sind 59 Menschen gestorben. Eine Spezialeinheit aus Israel soll das Gebäude gestürmt haben. Kenias Präsident will die Täter „neutralisieren“.

Kenianische Sicherheitskräfte gehen gegen Terorristen im  Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi  vor. AFP

Kenianische Sicherheitskräfte gehen gegen Terorristen im Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi vor.

Addis Abeba/NairobiEine israelische Spezialeinheit hat nach Angaben aus Sicherheitskreisen am Sonntag das Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi gestürmt, in dem Islamisten sich mit mehreren Geiseln verschanzt halten. „Die Israelis sind gerade reingegangen, um die Geiseln und Verletzten zu retten“, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte der Nachrichtenagentur AFP. Eine Armeesprecherin in Tel Aviv sagte zu Berichten über ein israelisches Eingreifen: „Wir kommentieren ausländische Berichte nicht.“

Die Islamisten hatten zuvor in dem Einkaufszentrum, das teilweise israelische Besitzer hat, mindestens 59 Menschen getötet. Weitere 175 Menschen wurden verletzt - größtenteils durch Schüsse und Granatsplitter. Mehrere Geiseln befinden sich noch in dem Gebäude. Insgesamt 1000 Besucher des Zentrums konnten nach offiziellen Angaben gerettet werden.

Inzwischen sind die Terroristen offenbar immer weiter zurückgedrängt worden. „Die Kriminellen befinden sich jetzt an einem einzigen Ort in dem Gebäude“, sagte Präsident Uhuru Kenyatta am Sonntagnachmittag. „Wir haben eine gute Chance, die Terroristen zu neutralisieren.“

Kampf gegen den Terror in Nairobi: ein Bild aus dem Inneren der Shopping Mall. AFP

Kampf gegen den Terror in Nairobi: ein Bild aus dem Inneren der Shopping Mall.

Bei den Tätern handele es sich um „Feiglinge“. Er forderte die Bevölkerung zu Ruhe und Geduld auf. Die Sicherheit im ganzen Land sei verstärkt worden. „Ich fühle den Schmerz unserer Nation“, betonte er und fügte hinzu, er selbst habe bei der Attacke seinen Neffen und dessen Verlobte verloren. „Lasst uns zusammen als eine Nation trauern.“ Zuvor hatte Kenyatta Überlebende in einer Klinik besucht.

Mindestens 18 maskierte und mit Maschinengewehren bewaffnete Terroristen hatten am Samstagmittag das exklusive Einkaufszentrum gestürmt, in dem vor allem Ausländer und reiche Kenianer shoppen gehen. Sie schossen um sich und warfen Granaten. Ein Augenzeuge in Nairobi sagte der dpa: „Sie zeigten uns arabische Schriften. Wenn man sie lesen konnte, war man gerettet. Wenn man sie nicht lesen konnte, erschossen sie einen.“

Die Islamisten-Miliz Al Schabab nannte den Angriff im Kurzmitteilungsdienst Twitter eine Vergeltungsschlag für „Verbrechen“ der kenianischen Armee in Somalia. Kenia hatte das Nachbarland in den vergangenen Jahren beim Kampf gegen die Extremisten militärisch unterstützt. Der Überfall war der schwerste Terroranschlag in Kenia seit einem Sprengstoffanschlag auf die US-Botschaft vor 15 Jahren.

Kommentare (17)

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Nachwuchs

21.09.2013, 21:54 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

orakel

22.09.2013, 00:31 Uhr

Die Mehrheit der Islam-Glaubensgemeinschaft ist eigentlich friedlich. Leider gibt es trotzdem viele Radikal-Islamfanatiker die alle Andersgläubigen umbringen wollen. Ein guter Nährboden sind die vielen Moslems, die weltweit in Slums leben. Dadurch ist der Nachschub der Radikalen gesichert. Auch labile, orientierungslose Jugendliche sind eine leichte und lohnende Beute als Radikalennachwuchs.

Wir sollten wachsam sein.

Und uns weltweit um gefährdete Jugendliche kümmern, um zu verhindern, daß sie in die Fänge der Islamfanatiker
geraten.

Account gelöscht!

22.09.2013, 11:06 Uhr

Gerade kommt die Nachricht eines islamisch begründeten Anschlags in Pakistan gegen eine christliche Kirche!
Resultat: Mindesten 40 Tote und zahlreiche teils Schwerverletzte!
Ursacher: Selbstmordattentäter sprengt sich in die Luft!

Merke:
"Nicht jeder Moslem ist terrorist! Aber fast jeder Terrorist ist Moslem"!

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