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13.06.2014

11:18 Uhr

Geländer abgebrochen

Tausende Liebesschlösser von Pont des Arts entfernt

Vor knapp einer Woche ist ein Geländerteil von der bekannten Pariser Fußgängerbrücke Pont des Arts zusammengebrochen – unter der Last von tausenden „Liebesschlössern“. Nun rückt die Stadt den Liebesbekundungen zuleibe.

Ein Pärchen auf der Pont des Arts: Am vergangenen Sonntag war ein 2,4 Meter langes Gitter vom Geländer der Pont des Arts unter der Last von tausenden Vorhängeschlössern abgebrochen. Reuters

Ein Pärchen auf der Pont des Arts: Am vergangenen Sonntag war ein 2,4 Meter langes Gitter vom Geländer der Pont des Arts unter der Last von tausenden Vorhängeschlössern abgebrochen.

ParisUnter der Last von tausenden „Liebesschlössern“ ist vor knapp einer Woche ein Geländerteil an der bekannten Pariser Fußgängerbrücke Pont des Arts zusammengebrochen - jetzt hat die Stadt zu drastischen Maßnahmen gegriffen. Die Stadtverwaltung ließ am Donnerstag auf der Pont des Arts und der Pont de l'Archevêché 37 Geländerstücke abmontieren, die mit jeweils einer halben Tonne Vorhängeschlössern behangen waren.

„Wir werden weiter Gitter entfernen“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Bruno Julliard am Donnerstagabend. Die Polizeipräfektur sei zudem gebeten worden, gegen die Schloss-Verkäufer auf den Brücken vorzugehen.

Am vergangenen Sonntag war ein 2,4 Meter langes Gitter vom Geländer der Pont des Arts unter der Last von tausenden Vorhängeschlössern abgebrochen, die dort von Paaren als Liebesbeweis angebracht wurden. Die Fußgängerbrücke, die das Louvre-Museum und das linke Seine-Ufer verbindet, wurde daraufhin kurzzeitig gesperrt. Da seit dem Beginn der Mode im Jahr 2008 immer mehr Paare ihr "Liebesschloss" befestigen - wegen des Platzmangels inzwischen sogar an bereits hängenden Schlössern in zweiter und dritter Reihe - wächst die Last stetig.

Touristen sollten nun gebeten werden, künftig von dem Brauch abzusehen, sagte Vize-Bürgermeister Bruno Julliard. Längerfristig will die Stadt sich eine Alternative ausdenken und hofft dabei auf gute Ideen von Künstlern.

Von

afp

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