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14.04.2015

17:39 Uhr

Germanwings-Absturz

Lufthansa startet Sofortzahlungen an Angehörige der Opfer

Bei einem Trauergottesdienst im Kölner Dom wird am Freitag der Opfer des Germanwings-Absturzes gedacht. Die Lufthansa hat inzwischen finanzielle Soforthilfe für die Hinterbliebenen der Katastrophe auf den Weg gebracht.

Bei dem Absturz einer Germanwings-Maschine aus Barcelona waren am 24. März in den französischen Alpen 150 Menschen ums Leben gekommen. Reuters

Lufthansa

Bei dem Absturz einer Germanwings-Maschine aus Barcelona waren am 24. März in den französischen Alpen 150 Menschen ums Leben gekommen.

Frankfurt/KölnDie Lufthansa hat damit begonnen, den Hinterbliebenen der Germanwings-Opfer Soforthilfen auszuzahlen. Der Betrag von 50.000 Euro pro Opfer sei bis Montagabend in bereits 80 Fällen angewiesen worden, sagte ein Sprecher des Mutterkonzerns Lufthansa am Dienstag in Frankfurt. Bei einer Trauerfeier im Kölner Dom soll an diesem Freitag der Opfer gedacht werden.

Bei dem Absturz der Maschine aus Barcelona waren am 24. März in den französischen Alpen 150 Menschen ums Leben gekommen. Der Copilot soll die Maschine nach den bisherigen Erkenntnissen absichtlich zum Absturz gebracht haben.

Die Überbrückungshilfe werde umgehend gezahlt, sobald alle erforderlichen Daten und Dokumente vorlägen, erläuterte der Lufthansa-Sprecher. Über die endgültige Höhe der individuellen Entschädigung werde erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Das Versicherungskonsortium der Lufthansa hat 300 Millionen Dollar für die Kosten des Flugzeugabsturzes zurückgestellt.

Das ist seit dem Germanwings-Absturz passiert

24. März

Beim Absturz des Germanwings-Flugzeugs in Frankreich kommen alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Darunter sind 16 Schüler und zwei Lehrerinnen aus Haltern am See in Nordrhein-Westfalen. Der Airbus zerschellt auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf an einer abgelegenen Stelle in den südfranzösischen Alpen.

25. März

Frankreichs Präsident François Hollande, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft fliegen über den Unglücksort. - Die Staatsanwaltschaft Marseille ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

26. März

Die Auswertung des Stimmenrekorders nährt einen Verdacht: Copilot Andreas Lubitz steuerte den Airbus wohl mit Absicht in die Katastrophe. Der Pilot sei aus dem Cockpit ausgesperrt gewesen.

27. März

Ermittler geben bekannt, dass zerrissene Krankschreibungen des Copiloten gefunden wurden, auch für den Absturztag. - Bundespräsident Joachim Gauck kommt zu einem Gedenkgottesdienst in Haltern. - Der Germanwings-Mutterkonzern Lufthansa sagt den Hinterbliebenen eine Soforthilfe von jeweils bis zu 50.000 Euro zu. - Viele Airlines führen eine Zwei-Personen-Regel im Cockpit ein.

30. März

Es wird offiziell mitgeteilt, dass Lubitz Jahre vor dem Absturz als suizidgefährdet eingestuft wurde und in Psychotherapie war.

31. März

Die Lufthansa gibt bekannt, dass ihre Verkehrsfliegerschule während der Ausbildung des Copiloten von einer früheren Depression wusste. - Versicherungen stellen nach Lufthansa-Angaben für Kosten der Katastrophe 278 Millionen Euro zurück.

2. April

Einsatzkräfte finden auch den Flugdatenschreiber. - Der Staatsanwaltschaft Düsseldorf zufolge hat sich der Copilot vor dem Absturz der Maschine im Internet über Möglichkeiten der Selbsttötung und über Sicherheitsmechanismen von Cockpittüren informiert.

3. April

Die Analyse der zweiten Blackbox ergibt, dass der Copilot den Airbus bewusst in den Sinkflug brachte und dabei beschleunigte.

5. April

Vor dem Absturz wusste das Luftfahrtbundesamt nach eigener Darstellung nichts über Lubitz' medizinische Vorgeschichte. Die Lufthansa weist den Verdacht zurück, Informationen zurückgehalten zu haben.

7. April

Der Deutsche Fliegerarztverband fordert strengere Untersuchungen von Passagierflugzeug-Piloten.

9. April

Eine Frau soll sich als Angehörige eines Absturzopfers ausgegeben haben, um auf Kosten der Fluggesellschaft nach Südfrankreich zu fliegen. Es wird wegen Betrugsverdachts ermittelt.

13. April

Der Weltpilotenverband Ifalpa kritisiert vorschnelle Schlüsse aus den bisherigen Unfall-Untersuchungen.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr wird am Freitag an der nationalen Trauerfeier für die Absturzopfer in Köln teilnehmen. Auch Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) werden erwartet. Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) ordnete für Freitag Trauerbeflaggung an.

Der Trauergottesdienst und der anschließende staatliche Trauerakt werden vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) und anderen Sendern live im Fernsehen übertragen. Eine WDR-Sprecherin versicherte aber, dass es von den Angehörigen der Absturzopfer keine Nahaufnahmen geben werde.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Vittorio Queri

14.04.2015, 19:10 Uhr

>> Die Lufthansa hat damit begonnen, den Hinterbliebenen der Germanwings-Opfer Soforthilfen auszuzahlen.>>

Damit gesteht die Lufthansa ihre Schuld für den Absturz ein.

Es gibt keinen endgültigen Bericht zur Sache. Die erfundene und erlogene Geschichte mit den Co-Piloten und seinem Suizid stinkt zum Himmel.

Die Lufthansa sollte eher darauf pochen, den Abschlussbericht abzuwarten.

es ist nach wie vor möglich, dass die französischen Jäger den Vogel abgeschossen hatten, dass die NATO den Vogel vom Himmel holte und dass ein technischer Defekt am Flugzeug den Absturz verursachte.

All diese Möglichkeiten hat man absichtlich vom Tisch gewischt und dem Volk das Märchen mit dem Co-Piloten eingetrichtert.

Früher oder später kommt aber die Wahrheit an die Oberfläche....LÜGENPRESSE und ZENSUR hin oder her !

Herr Erwin Zimmermann

15.04.2015, 11:22 Uhr

Nein, Lufthansa gesteht nicht die Schuld für den Absturz ein. Lufthansa übernimmt die Verantwortung für ihre Kunden, bzw. deren Angehörige. Das ist übrigens gesetzlich geregelt.

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