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12.05.2013

14:48 Uhr

Geruch an Bord

Germanwings-Maschine bricht Flug ab

Als Ursache für seltsame Gerüche an Bord von Passagiermaschinen gelten Öldämpfe. Sicher ist das aber nicht. Ein Billigflieger landete jetzt wegen Gestank an Bord auf dem Weg von Dortmund nach Mallorca zwischen.

Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Germanwings auf dem Vorfeld des Flughafen Stuttgart. dpa

Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Germanwings auf dem Vorfeld des Flughafen Stuttgart.

KölnErneut haben Piloten der Fluggesellschaft Germanwings einen Airbus wegen seltsamer Gerüche im Cockpit unplanmäßig gelandet. Die Maschine war am Sonntagmorgen von Dortmund aus in Richtung Palma de Mallorca unterwegs, wie die Gesellschaft mitteilte. Auf dem Flug hätten die Piloten dann einen ihnen unbekannten Geruch wahrgenommen und sich aus Sicherheitsgründen zu einer unplanmäßigen Landung in Genf entschlossen.

Dort konnten Passagiere und Mannschaft das Flugzeug normal über die Treppen verlassen. Die Reisenden sollten noch am Sonntag mit einem anderen Flugzeug nach Palma gebracht werden. In der jüngeren Vergangenheit waren auch bei anderen Airlines zahlreiche ähnliche Zwischenfälle bekanntgeworden. Einigen Piloten war so übel geworden, dass der Flug sogar gefährlich wurde. Als Ursache wurden in einigen Fällen Öldämpfe vermutet.

Daten und Fakten zu Germanwings

Mutterkonzern

Die Billig-Fluggesellschaft Germanwings ist eine 100-prozentige Tochter der Deutschen Lufthansa. Ihren Erstflug absolvierte sie am 27. Oktober 2002.

Sitz

Heimatflughafen ist Köln/Bonn, Verwaltungssitz Köln.

Flotte

Zur Flotte gehören derzeit 30 Airbus A-319 mit jeweils 150 Sitzen. Bis 2015 soll sie auf circa 90 Flugzeuge aufgestockt werden.

Personal

Germanwings hatte Ende des vergangenen Jahres knapp 1300 Mitarbeiter. Im Zuge der Umstrukturierung sollen rund 1000 Flugbegleiter und 300 Piloten von der Lufthansa zu den Töchtern wechseln, ein großer Teil zu Germanwings.

Streckennetz

Germanwings fliegt 75 Ziele innerhalb und außerhalb Europas an. In Deutschland fliegt das Unternehmen ab Köln/Bonn, Stuttgart, Hannover, Berlin und Dortmund.

Umsatz

2011 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 687 Millionen Euro (9 Prozent mehr als im Vorjahr). Operativ machte es allerdings 52 Millionen Euro Verlust.

Von

dpa

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