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20.09.2016

18:49 Uhr

Gerwald Claus-Brunner

Piraten-Politiker soll für Doppel-Tod verantwortlich sein

Die Leiche von Piraten-Politiker Claus-Brunner wurde gemeinsam mit der Leiche eines jungen Mannes in einer Berliner Wohnung gefunden. Nun bestätigt die Polizei Hinweise auf ein Tötungsdelikt, die Mordkommission ermittelt.

Claus-Brunner

Das sind erste Ermittlungsergebnisse der Mordkommission

Claus-Brunner: Das sind erste Ermittlungsergebnisse der Mordkommission

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BerlinDen Polizisten, die als erste die Wohnung des Berliner Piraten-Politikers Gerwald Claus-Brunner am Montag betraten, bot sich ein schlimmer Anblick. Von einem „schaurigen Bild“ schrieb die Berliner Polizei am Dienstag. Claus-Brunner und ein anderer Mann lagen tot in der Wohnung.

Betroffenheit und Entsetzen nahmen am Tag nach der Todesnachricht zu, als Einzelheiten bekannt wurden: Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte der 44-jährige Piraten-Politiker den anderen Mann getötet. Tage nach dieser Tat nahm sich Claus-Brunner, der mit seinen Latzhosen und Kopftüchern bekannt geworden war, selber das Leben.

Die genaueren Umstände sollte eine Mordkommission der Berliner Polizei noch ermitteln. Einige Details wurden aber schon mitgeteilt, manche Einzelheiten sind noch unklar. Laut Polizei wurde das Opfer, ein junger Mann dessen Identität noch nicht endgültig geklärt ist, durch „stumpfe Gewalt gegen den Oberkörper“ getötet.

Die Tat geschah aber nicht in der Mietwohnung von Brunner im Stadtteil Lichterfelde im Süden Berlins, sondern wohl in der Wohnung des Opfers, die nach Zeitungsberichten in Wedding im Norden liegen soll. Von dort soll Claus-Brunner die Leiche in seine Wohnung gebracht haben.

Dort tötete er sich einige Tage später selber. Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft wollten sich zu Details nicht äußern. Die Zeitungen „Bild“ und „B.Z.“ berichteten, Claus-Brunner, der Kommunikationselektroniker war und als Mechatroniker gearbeitet hatte, habe sich mit einem Stromschlag das Leben genommen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte das nicht.

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