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25.03.2017

01:40 Uhr

Gestrandet in Brasilien

Deutscher von Flughafen Sao Paulo abgeschoben

Weil er seinen Anschlussflug verpasst und kein Geld mehr hatte, lebte ein Deutscher drei Monate lang im Flughafen von São Paulo. Fast wie Tom Hanks in dem Hollywood-Streifen "Terminal" - nur ohne Happy End.

Ein Deutscher lebte drei Monate im brasilianischen Flughafen von Sao Paulo - weil er seinen Anschlussflug verpasst hat. Der Mann mit psychischen Problemen wird jetzt abgeschoben. AFP; Files; Francois Guillot

Endlich nach Hause

Ein Deutscher lebte drei Monate im brasilianischen Flughafen von Sao Paulo - weil er seinen Anschlussflug verpasst hat. Der Mann mit psychischen Problemen wird jetzt abgeschoben.

São PauloEin seit drei Monaten im Flughafen von São Paulo lebender Deutscher wird nach mehreren Pöbelattacken gegen Frauen abgeschoben. „Er befindet sich derzeit in der Polizeistation des Flughafens Guarulhos“, sagte ein Sprecher der Zivilpolizei der Deutschen Presse-Agentur. Er sei am Freitag hierhin gebracht worden, um weitere Attacken zu vermeiden. Mit einem Flug der Lufthansa werde er am Sonntag von São Paulo aus nach Frankfurt ausgeflogen - ihn würden dabei Polizisten aus Deutschland begleiten. Der Deutsche habe psychische Probleme und habe zuletzt keine Medikamente mehr gehabt.

Er hatte im Dezember in São Paulo einen Anschlussflug nach New York verpasst, von wo es nach Frankfurt gehen sollte. Da er kein Geld für den Kauf eines neuen Tickets hatte, blieb er in dem Flughafen. Mit seinem Gepäck hielt er sich meist im offen zugänglichen Bereich in der Nähe der Check-in-Schalter auf und schlief auch dort. Zum Teil soll sich der 44-Jährige mit Essenabfällen versorgt haben. Nach drei Monaten war nun sein 90-tägiges Touristenvisum abgelaufen, hinzu kamen die Attacken gegen Frauen und Mitarbeiter des Flughafens.

Auf einem Video einer Überwachungskamera ist zu sehen, wie er plötzlich aufsteht und eine Frau, die gerade in ihr Telefon tippt, anpöbelt und ihr mit beiden Händen Schläge androht. Ein anderes Mal attackiert der rund zwei Meter große, kräftige Mann eine Frau, die am frühen Morgen durch eine Schiebetür das Flughafengebäude betritt. Das Deutsche Generalkonsulat São Paulo stand zuletzt in engem Kontakt mit dem Betroffenen und den zuständigen brasilianischen Behörden.

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