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02.02.2015

11:17 Uhr

Gesundheit

Jeder vierte Deutsche stirbt an Krebs

Mit 224.000 Fällen erlag ein Viertel aller 2013 Verstorbenen in Deutschland einem bösartigen Tumor, immer mehr Frauen sterben an Lungenkrebs. Knapp die Hälfte aller Deutschen erkrankt einmal an einem Krebsleiden.

Immer mehr Frauen sterben an Lungenkrebs, zuletzt waren es über 15.000. dpa

Immer mehr Frauen sterben an Lungenkrebs, zuletzt waren es über 15.000.

WiesbadenJeder vierte Deutsche stirbt an Krebs. 25 Prozent aller im Jahr 2013 Verstorbenen erlagen einem Krebsleiden, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden anlässlich des bevorstehenden Weltkrebstages mitteilte. Mit fast 224.000 Sterbefällen war Krebs nach den Herz-Kreislauferkrankungen damit die zweithäufigste Todesursache.

Männer starben am häufigsten an Tumoren der Verdauungsorgane wie Magen- oder Darmkrebs (38.987 Todesfälle), gefolgt von Lungen- und Bronchialkrebs mit 30.962 Sterbefällen. Auch bei den Frauen führten Krebserkrankungen der Verdauungsorgane zu den meisten Todesfällen (31.012). An zweiter Stelle folgten Brustkrebserkrankungen mit 17.853 Sterbefällen.

Allerdings sterben immer mehr Frauen an Lungenkrebs: In den vergangenen 30 Jahren stieg die Zahl der Sterbefälle bei Frauen von 5491 im Jahr 1983 auf zuletzt 15.370. Das war ein Anstieg um 180 Prozent. Ein Auslöser für Lungen- und Bronchialkrebs ist das Rauchen. Bei Männern nahmen hingegen die Sterbefälle durch Leber- und Gallenkrebs in den vergangenen drei Jahrzehnten drastisch zu (plus 152 Prozent).

Das durchschnittliche Sterbealter der Krebskranken steigt indes seit Jahren: 2013 lag das Sterbealter bei 73,4 Jahren – der bislang höchste gemessene Wert. Krebs ist zunehmend eine Erkrankung, die erst im fortgeschrittenen Alter auftritt. Der Anteil der an Krebs gestorbenen Patienten, die 85 Jahre und älter waren, lag 2013 bei 17 Prozent. 30 Jahre zuvor lag dieser Anteil erst bei etwas über acht Prozent.

In Deutschland erkranken jährlich rund 500.000 Menschen neu an Krebs. 51 Prozent aller Männer und 43 Prozent aller Frauen müssen hierzulande damit rechnen, im Laufe ihres Lebens an einem bösartigen Tumor zu erkranken.

Weltweit steigt die Zahl der Krebserkrankungen. Die Gründe dafür sind vielschichtig: Neben genetischen Einflüssen spielen das individuelle Gesundheitsverhalten, Umweltfaktoren sowie Lebens- und Arbeitsbedingungen eine Rolle.

Von

afp

Kommentare (3)

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Herr Manfred Schreyer

02.02.2015, 17:42 Uhr

Nachdem vor kurzem erst die Meldung durch die Medien eilte, dass Krebs eine Sache des Zufalls sei und nicht der Lebensweise kommt jetzt die Nachricht, dass jeder 4. an Krebs sterben wird

Herr Manfred Schreyer

02.02.2015, 17:45 Uhr

Ich halte es für unrealistisch, zu glauben, dass der Zufall damit zu tun hat, dass jeder 4. an Krebs stirbt und jeder 2. an Krebs erkrankt. Ursache der meisten Krebserkrankungen ist die Lebensweise. Was bedeutet, wir haben es in der Hand, das Risiko zu minimieren. Aber anscheinend hören die Menschen lieber, dass sie keine Schuld daran haben, wenn sie krank werden. Im übrigen ist die neue Kommentarfunktion, die sämtlichen Text in einer Zeile anzeigt, eine Katastrophe.....

Herr Dominic Spachmann

03.02.2015, 10:43 Uhr

"25% der in 2013 verstorbenen Deutschen starben an Krebs" ist eine andere Aussage als "Jeder 4. Deutsche stirbt an Krebs"

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