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15.11.2016

14:01 Uhr

Gesundheit

Vogelgrippe kommt vermutlich aus Asien

Die Vogelgrippe wird Geflügelhalter wohl weiter in Atem halten: Mit dem andauernden Vogelzug kommen mehr infizierte Wildvögel, fürchten Experten. Vereinzelte Einschleppungen in Bestände seien kaum zu verhindern.

Der in mehreren europäischen Ländern nachgewiesene H5N8-Erreger ist vermutlich von Zugvögeln aus Russland nach Mitteleuropa getragen worden. dpa

Vogelgrippe

Der in mehreren europäischen Ländern nachgewiesene H5N8-Erreger ist vermutlich von Zugvögeln aus Russland nach Mitteleuropa getragen worden.

Greifswald-RiemsDer in mehreren europäischen Ländern nachgewiesene H5N8-Erreger ist vermutlich von Zugvögeln aus Russland nach Mitteleuropa getragen worden. Wie der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Thomas Mettenleiter, sagte, ist das Virus im Sommer 2016 bei Wildvögeln in Zentralrussland, in Sibirien und der Mongolei nachgewiesen worden. Da der aktuell in Mitteleuropa auftretende Erreger dem im Sommer gefundenen „sehr ähnele“, könne man davon ausgehen, dass er von dort über Wildvögel nach Westen gelangt sei.

Der Vogelzug, bei dem Hunderttausende Vögel allwinterlich vor der Kälte im Osten und Norden Europas nach Westen fliehen, steht erst am Anfang. Ob mit der Westdrift von Zugvögeln in den kommenden Wochen mehr infizierte Wildvögel in Mittel- und Westeuropa gefunden werden, müsse abgewartet werden, sagte Mettenleiter. Die Situation könne sich noch verschärfen. Es sei aber auch durchaus möglich, dass es wie bei der Vogelgrippe-Epidemie von 2006 Phasen gebe, in denen die Infektionsdynamik wieder abebbe.

Ende vergangener Woche war die Vogelgrippe in einem schleswig-holsteinischen Geflügelbetrieb ausgebrochen. 30.000 Hühner mussten getötet werden. „Bei dem aktuell hohen Infektionsdruck durch Wildvögel von außen sind vereinzelte Einträge in Nutzgeflügelbestände nicht zu hundert Prozent zu verhindern“, sagte Mettenleiter. Wie der Erreger in den abgeschlossenen Betrieb kam, ist weiter unklar. Die Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts wollten am Montagabend ihre Untersuchungen vor Ort abgeschlossen haben. Danach sollte die Bewertung der Befunde beginnen.

Stallpflicht für Geflügel: Vogelgrippe in sechs europäischen Ländern nachgewiesen

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Die aggressive Vogelgrippe ist schon in sechs europäischen Ländern aufgetaucht. Auch deutsche Experten sind alarmiert. In mehreren Bundesländern darf Geflügel jetzt nicht mehr ins Freie.

Zur Eindämmung der Vogelgrippe setzen die deutschen Behörden weiter auf ein koordiniertes Vorgehen. An diesem Dienstag soll eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe über mögliche einheitliche Maßnahmen für Risikogebiete beraten, wie es im Bundesagrarministerium hieß. Ressortchef Christian Schmidt (CSU) hat bereits einen zentralen Krisenstab eingerichtet. Die Länder sollen Stallpflicht in Gebieten anordnen, in denen die Wahrscheinlichkeit eines Virus-Eintrages hoch ist. Das Geschehen werde weiter intensiv beobachtet, hieß es. Schmidt hatte auch mit EU-Amtskollegen über die Vogelgrippe gesprochen.

Infos zur Vogelgrippe H7N9

Was ist H7N9?

Das Virus H7N9 ist nach der Kombination zweier Eiweiße - Hämagglutinin und Neuraminidase - auf seiner Oberfläche benannt. Es geht in Geflügelfarmen um, gilt aber als „gering pathogenes“ Virus, das Vögel in der Regel nicht krank macht. Dies kann dazu führen, dass es sich unbemerkt verbreitet, was es deutlich erschwert, seinen Ursprung zu finden.

Wie gefährlich ist das Virus für den Menschen?

Seit Februar haben sich in China mehrere Dutzend Menschen infiziert. Zu den Symptomen gehören Fieber und Atemprobleme bis hin zu schweren Atemwegserkrankungen. Wie die Ansteckung genau verläuft, ist noch unklar. Viele Betroffene dürften sich bei infiziertem Geflügel angesteckt haben. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch galt lange als unwahrscheinlich, wird jetzt aber nicht mehr ausgeschlossen.

Welche Veränderungen des Virus beobachten Wissenschaftler?

Auch wenn es noch nicht sicher ist, scheint das Virus auf eine Weise mutiert zu sein, die es ihm einfacher macht, sich an Säugetiere anzupassen. Wissenschaftler versuchen derzeit, den aktuellen Wirt des Virus zu ermitteln. Eine Möglichkeit sind Schweine, weil sie einige grundlegende biologische Ähnlichkeiten mit Menschen aufweisen und als eine Art „Mischgefäß“ fungieren könnten, wenn sie mit verschiedenen Grippeviren-Typen gleichzeitig infiziert sind.

Gibt es eine Impfung?

Eine Impfung gegen H7N9 existiert nicht, allerdings arbeiten die Weltgesundheitsorganisation WHO und ihre Partner bereits daran, mögliche Viren zu isolieren und zu identifizieren, die künftig falls nötig für Impfungen genutzt werden könnten. Die Herstellung eines Impfstoffs würde allerdings Monate dauern.

Wie unterscheidet sich diese Vogelgrippe vom gefürchteten H5N1-Virus?

Anders als das H7N9-Virus war H5N1 meist tödlich bei Vögeln, was es leichter machte, Ausbrüche der Vogelgrippe zu identifizieren und ihnen entgegenzuwirken. H5N1 bleibt eine Vogelgrippe und hat nicht die Abzweigung zu weiteren Spezies wie Schweinen genommen. Die meisten Ansteckungen bei Menschen gingen entsprechend auf den Kontakt mit infizierten Vögeln zurück.

Der Erreger H5N1 infizierte seit 2003 weltweit mehr als 600 Menschen. 371 Patienten von ihnen starben. Experten fürchten allerdings, dass das H5N1-Virus in eine Form mutieren könnte, die leicht von Mensch zu Mensch übertragen wird und damit möglicherweise eine Pandemie auslöst.

Sollte man Geflügelfleisch derzeit meiden?

Solange Geflügelprodukte vernünftig gekocht werden, gilt ihr Verzehr als ungefährlich.

Eine Schutzimpfung für Nutzgeflügelbestände ist aus Sicht der Forscher trotz der Infektionsgefahr nicht sinnvoll. Eine Impfung verhindere zwar klinische Erscheinungen, nicht aber die Infektion, sagte Mettenleiter. „Wir rennen dann in die Gefahr, dass sich unter der Impfdecke die Infektion weiter ausbreitet.“ Impfungen sind derzeit auf Antrag für besonders seltene Rassen und Zoohaltungen möglich.

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Neben Wildenten und Haubentauchern waren in den vergangenen Tagen auch aasfressende Möwen positiv getestet worden. Eine Vermutung der Forscher ist, dass sie sich über das Fressen an Kadavern angesteckt haben könnten. Dass sich auch aasfressende Säuger wie Katzen oder Füchse an infizierten Wildvögeln anstecken, ist nach Auskunft des auf der Insel Riems bei Greifswald ansässigen FLI unwahrscheinlich. „Es gibt bislang keine Hinweise darauf, dass H5N8 bei Säugern aufgetreten ist“, sagte Mettenleiter.

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Dennoch will das Bundesforschungsinstitut diese Möglichkeit prüfen. Experimentelle Versuche in den Hochsicherheitslaboren des FLI sollen klären, ob der Erreger prinzipiell in der Lage ist, auf Säuger überzugehen. Unter anderem sollen Schweine, Mäuse und auch Frettchen künstlich infiziert werden.

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Die Forscher gehen davon aus, dass die aktuelle epidemiologische Situation stark der Lage von 2006 ähnelt, als der Vogelgrippe-Erreger vom Typ H5N1 in Deutschland grassierte. „Wir haben eine Epidemie im Wildvogelbereich. Der Erreger breitet sich in Wildvogelpopulationen aus und wir haben vereinzelte Einträge in Nutzgeflügelbestände“, zog Mettenleiter Parallelen. Es gibt aber einen großen Unterschied: Anders als für H5N1 vor zehn Jahren sind für H5N8 keine Übertragungen auf den Menschen bekannt.

Von

dpa

Kommentare (3)

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15.11.2016, 17:15 Uhr

Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

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15.11.2016, 17:18 Uhr

Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

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15.11.2016, 17:22 Uhr

Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

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