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27.03.2012

20:00 Uhr

Getötete Straßenunde

„Doghunter“ müssen in Ukraine vor Gericht

Erstmals verhandelt ein Gericht in der Ukraine über mehrfache Tötung von Hunden. Tierschützer haben immer wieder die Behandlung von Straßenhunden in dem Land kritisiert - nun will der EM-Gastgeber sein Image aufbessern.

Ein Hund schaut vor einem Protestplakat gegen die Tötung von streunenden Hunden in die Kamera des Fotografen. dpa

Ein Hund schaut vor einem Protestplakat gegen die Tötung von streunenden Hunden in die Kamera des Fotografen.

KiewGrausame Bilder von verbrannten Hunden statt Berichte über Fußball-Vorfreude - wenige Wochen vor der Europameisterschaft hat Co-Gastgeber Ukraine ein Imageproblem. Tierschützer laufen Sturm gegen die Massentötung von Straßenhunden. Die Täter sind meistens private „Doghunter“. Sie wollen ihre Viertel von herrenlosen Streunern freihalten, dUkraineie oft aggressiv in Rudeln auftreten. Radikale Tierfreunde forderten bereits, der Ukraine das Turnier wieder wegzunehmen. Am 31. März soll es europaweit Proteste gegen Hundetötungen in dem Land geben.

Die Ukraine will nun offenbar ein Zeichen setzen. Erstmals steht ein „Doghunter“ in Kiew vor Gericht. 30 Straßenhunde soll der 19-Jährige abgeschlachtet haben, Tierschützer gehen von deutlich mehr Bluttaten aus. Sein mitangeklagter Komplize stellte Videoclips der Tötungen ins Internet - so wurde das Duo überführt. Bis zu fünf Jahre Haft drohen den jungen Männern. Mit diesem Signal will die Ukraine ihr Image weiter verbessern. Schon zuvor hatten die Behörden in Zusammenarbeit mit deutschen Tierschützern ein Programm gegen die Streuner aufgelegt. Landesweit sollen vor dem Turnier im Juni Straßenhunde sterilisiert werden.

Nur mit Polizeischutz können der Angeklagte Alexej W. und seine Familie zum Prozessauftakt ins Gericht gelangen, berichtet die Zeitung „Segodnja“. Aufgebrachte Tierschützer rangeln vor dem Gebäude mit der Miliz. „Ich habe Angst um mein Leben“, klagt Alexej. Schon zuvor waren in seinem Kiewer Stadtteil anonyme Flugblätter aufgetaucht - darauf: sein Foto und sein Name.

Kommentare (2)

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Sissi

28.03.2012, 00:09 Uhr

Also, das ist ja ein guter Anfang, aber ich finde es wirklich bedauerlich...es laufen hunderte solcher Menschen herum und diese beiden Herren werden nicht etwa wegen ihrer Taten, sondern wegen der Videos die sie anschließend davon ins Netz stellten verurteilt, wie ich es mitbekommen habe. Ich hoffe das noch sehr viele andere Menschen sich vor Gericht wegen solcher Gräueltaten verantworten müssen!

Sarah

28.03.2012, 09:10 Uhr

Da gebe ich Ihnen absolut Recht! Ich finde es schrecklich wie dort zu Lande mit den Tieren umgegangen wird. Ich hoffe so sehr, dass es endlich bald ein Ende findet- was diese "Menschen" dort treiben. Ich finde, dass die FIFA und alle an der EM teilnehmenden Länder einen Druck auf diese Länder ausüben muss! Grade die FIFA zieht sich erschreckend leicht raus- Ihr seid es, die dieses Land ausgewählt ahbt und ihr wusstes um die Umstände in diesem Land- und Ihr wusstes auch wie das "Problem" gelöst werden würde- Ihr seid die, die an diesem Geschehen eine Hauptschuld habt! Stopt dieses Massenmorden von Strassentieren!!!

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