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12.05.2011

18:02 Uhr

Getöteter Terrorchef

Bin Ladens jüngste Ehefrau hielt zu ihm

Bis zum seinem Tod blieb Osama bin Ladens fünfte Ehefrau Amal al Sada an seiner Seite und wollte zur „Märtyrerin“ werden. Nun interessieren sich die Geheimdienste für die junge Frau.

Das einzige Bild von bin Ladens fünfter Ehefrau Amal Ahmed al Sadah stammt aus ihrem Reisepass. Quelle: dpa

Das einzige Bild von bin Ladens fünfter Ehefrau Amal Ahmed al Sadah stammt aus ihrem Reisepass.

IbbEinmal stellte Osama bin Laden es seinen Ehefrauen frei, Afghanistan zu verlassen und in die Heimat zurückzukehren. Doch seine junge jemenitische Braut entschied sich, zu bleiben und an seiner Seite zur „Märtyrerin“ zu werden. Die von ihrer Familie geschilderte Begebenheit aus der Anfangszeit ihrer Ehe mit dem Terroristenchef zeigt, wie fest entschlossen die heute 29 Jahre alte Amal Ahmed Abdel Fatah al Sada war, sich nicht mit einem gesellschaftlichen Status wie dem ihrer geschiedenen Mutter abzufinden.

Als US-Elitesoldaten den Al-Kaida-Chef in Abbottabad aufstöberten und erschossen, stürzte sie sich nach amerikanischen Angaben auf die Angreifer und wurde ins Bein getroffen. Jetzt befindet sie sich mit ihrer Tochter und zwei weiteren Frauen bin Ladens in pakistanischem Gewahrsam und soll später in ihre Heimat zurückkehren.

Amal al Sadas Familienangehörige haben sie seit ihrer Hochzeit 1999 nur noch einmal gesehen, wie sie der Associated Press erzählten: bei einem einmonatigen Besuch in Afghanistan im darauffolgenden Jahr. In Verbindung blieben sie hauptsächlich durch Botschaften per Kurier.

Die Familie wohnt in einem zweigeschossigen Feldsteinhaus in Ibb, einer landwirtschaftlich geprägten Stadt in den jemenitischen Bergen rund 160 Kilometer südlich der Hauptstadt Sanaa. Die Verwandten schildern Amal al Sada als einfache, aber zielstrebige und „mutige“ junge Frau, konservativ fromm, aber nicht fundamentalistisch. Die Oberschule brach sie ab, war aber wissensdurstig und strebte nach Höherem, als ihr bescheidenes Leben zu bieten schien.

Kommentare (1)

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Montaillou

12.05.2011, 18:48 Uhr

„Märtyrerin“
Was sollen diese Propaganga-Ausdrücke?
Sie war seine Ehefrau. Und wie das in Ehen so üblich ist (sein sollte) halten die Ehepartner zueinander.
Kommt mal runter!!!

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