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07.07.2015

15:37 Uhr

Gewitter, Hagel, Tornado

Extreme Wetterphänomene nach Hitzeperioden

In einem Moment brütet man noch in der Sonne, im nächsten fallen eiskalte Hagelkörnchen vom Himmel. Eine Hitzeperiode endet häufig krachend, Abkühlung geht mit heftigen Unwettern einher. Woran liegt das eigentlich?

Auf mehrere Hitzetage folgen häufig extreme Wetterphänomene – wie Hagel, Gewitterstürme oder sogar Tornados. dpa

Nach Sonne kommt Regen

Auf mehrere Hitzetage folgen häufig extreme Wetterphänomene – wie Hagel, Gewitterstürme oder sogar Tornados.

BerlinNach der Hitze der vergangenen Tage drohen Prognosen zufolge Tornados und Hagelstürme. Hitzeperioden enden häufig mit Wind und Starkregen – so soll es vielerorts auch am Dienstag sein, wie der Deutsche Wetterdienst warnt. Das liegt daran, dass die vorhandene Luft sehr schwül und heiß ist. Ein Gewitter entsteht etwa, wenn stark unterschiedlich warme Luftmassen aufeinandertreffen.

Die aufziehende Kaltfront bringt kältere Luft mit sich. Dieses Ungleichgewicht zwischen warmer und kalter Luft muss ausgeglichen werden. Feuchtwarme Luft steigt nach oben, kondensiert und bildet eine Gewitterwolke. In der Wolke baut sich ein immer größer werdendes elektrisches Spannungsfeld auf, das sich durch eine Art Kurzschluss – einen Blitz – wieder entlädt.

Diese Gewitter gehen häufig mit Hagel einher. Der entsteht, wenn in Gewitterwolken heftige Aufwinde kleine Wassertröpfchen nach oben wirbeln. Die Gewitterwolken sind sehr hochreichend, deshalb gefrieren die Wassertröpfchen. Sie fallen und steigen wieder auf. Je größer die Gewitterwolke und je stärker die Aufwinde, desto häufiger wiederholt sich dieser Vorgang, bis die Eisklumpen schließlich so groß sind, dass sie der Aufwind nicht mehr trägt und sie zu Boden fallen.

Auch Tornados sind diesmal örtlich möglich, wie der Wetterdienst warnt. Sie entstehen durch die großen Luftdruckunterschiede, die die Atmosphäre auszugleichen versucht. Unter der Wolke steigt Warmluft nach oben. In diesem Gefüge entsteht eine rotierende Bewegung in der eigentlichen Wolke, die nach unten herauswächst und dann wie ein Rüssel aussieht. Für solche Wetterphänomene ist die vorhandene Luft verantwortlich. Während Hitzeperioden ist sie sehr energiereich. Kalte Luft ist hingegen viel weniger energiereich. Deshalb gibt es bei einem Temperaturwandel von kalt auf warm in der Regel keine heftigen Stürme.

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dpa

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