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23.06.2017

06:44 Uhr

Gewitter, Sturmböen und Tornados

Unwetterbilanz: Unfälle, Verwüstungen, Zugausfälle

Die schweren Unwetter sind in der Nacht in Richtung Osten abgezogen. In manchen Teilen Deutschlands hatten sie am Abend großen Schaden angerichtet, Menschen kamen ums Leben. Mit den Stürmen geht auch die große Hitze.

Mehrere Zentimeter hoch steht am 22.06.2017 nach schweren Regenfällen das Wasser auf den Straßen im Stadtteil Ricklingen in Hannover (Niedersachsen). dpa

Unwetter in Hannover

Mehrere Zentimeter hoch steht am 22.06.2017 nach schweren Regenfällen das Wasser auf den Straßen im Stadtteil Ricklingen in Hannover (Niedersachsen).

OffenbachHeftige Unwetter sind in der Nacht zum Freitag über Deutschland hinweggezogen. Betroffen waren vor allem die östlichen Bundesländer und Berlin. In der Hauptstadt fielen an den Flughäfen Schönefeld und Tegel in der Nacht erneut Flüge aus oder starteten verspätet, wie die Flughafengesellschaft über Twitter mitteilte.

Mit entsprechenden Auswirkungen sei auch am Freitagmorgen zu rechnen, hieß es. Auch im Süden Deutschlands gewitterte es am späten Donnerstagabend heftig, das große Chaos blieb dort aber aus.

Am Abend tobte das Unwetter besonders in Niedersachsen. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben: Ein 50-Jähriger wurde in der Nähe von Uelzen in Niedersachsen in einem Auto von einem umstürzenden Baum erschlagen. Im Kreis Gifhorn starb eine 83 Jahre alte Frau, nachdem sie mit ihrem Auto durch das Geäst eines umgestürzten Baumes gefahren war.

So verhält man sich richtig bei Blitz und Donner

Grundregeln

Im Sommer können Gewitter recht heftig ausfallen. Wichtig ist, dass man einige Grundregeln beherzigt und dass man sich an den verschiedenen Orten, an denen man sich gerade befindet, richtig verhält.
Quelle: Wort & Bild Verlag - Baby und Familie

Schutz suchen

So wie ein Gewitter aufzieht, sollte man unbedingt ein festes Gebäude aufsuchen.

Häuser

In einem Haus mit Blitzableiter ist man recht sicher.

Elektrische Geräte

Allerdings sollte man während eines heftigen Gewitters keine elektrischen Geräte benutzen, und am besten man nimmt die Geräte sogar vom Netz.

Bad und Telefon

Während des Gewitters sollte man nicht duschen oder baden und nur schnurlose Telefone benutzen.

Draußen

Hinhocken, Füße eng zusammen stellen, Hände um die Beine legen, Kopf einziehen, damit man so wenig Fläche wie möglich für einen Blitzschlag bietet.

Vorsicht vor Metall

Auf keinen Fall sollte man metallische Gegenstände anfassen, wie Fahrrad oder Regenschirm, denn die können einen Blitz anziehen.

Auto

Bei Gewitter ist man im Auto gut geschützt, denn die Karosserie fungiert als Faraday'scher Käfig und leitet den Blitzeinschlag in den Boden ab.

Wohnwagen

Das Gleiche gilt auch für Wohnmobile und für Wohnwagen, die auch aus einer Karosserie aus Metall bestehen.

Fenster schließen

Alle Fenster, Schiebedächer und Dachluken müssen geschlossen sein, aber das macht man ja sowieso, da es bei Blitz und Donner meistens auch kräftig regnet.

Kinder beruhigen

Und wenn die Kinder nachts Angst bei Gewitter Angst haben, sollte man den Nachwuchs mit ins Bett nehmen. Das beruhigt und aus der bedrohlichen Situation wird eine entspannte.

Am Vortag hatte schwerer Sturm vor allem in Norden und Osten Deutschlands schwere Verwüstungen angerichtet, zwei Menschen kamen bei wetterbedingten Unfällen ums Leben. Der Zugverkehr zwischen Hamburg und Hannover sowie Hamburg und Bremen war am Freitag weiter unterbrochen, während der Fernverkehr von Hamburg und Hannover nach Berlin am Abend zunächst wieder aufgenommen wurde.

Wegen eines Unwetterschadens auf der Bahnstrecke zwischen Bielefeld und Gütersloh ist der Fernverkehr zwischen Berlin und Düsseldorf seit dem frühen Freitagmorgen unterbrochen. Auch der Regionalverkehr ist betroffen, wie eine Bahnsprecherin sagte.

Ein ICE musste seine Fahrt auf der Strecke gegen 3.00 Uhr unterbrechen und wurde später mit einer Diesellok abgeschleppt. Ob die Fahrgäste den Zug zuvor verlassen konnten, war zunächst unklar. Am Bremer Hauptbahnhof waren nach Polizeiangaben zeitweise mehr als 800 Menschen gestrandet. Sie wurden versorgt, kamen in umliegenden Hotels unter oder setzten ihre Reise mit anderen Verkehrsmitteln fort. In Hamburg, Hannover, Bremen und Kassel stellte die Bahn Züge mit Schlafwagen als Notunterkünfte bereit.

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