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23.03.2011

01:17 Uhr

Spinat aus der Präfektur Ibaraki, Japan. Quelle: dapd

Spinat aus der Präfektur Ibaraki, Japan.

TokioDas japanische Gesundheitsministerium hat am Mittwoch eine Liste mit elf Gemüsearten veröffentlicht, bei denen eine teilweise drastisch erhöhte Radioaktivität festgestellt wurde.

Darunter sind Spinat, Broccoli, Kohl und das japanische Blattgemüse Komatsuna, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Das Ministerium rief die Verbraucher auf, dieses in der Präfektur Fukushima erzeugte Gemüse nicht zu verzehren.

Die Verstrahlung stammt von dem an der Küste gelegenen Atomkraftwerk Fukushima Eins, das seit der Erdbebenkatastrophe vom 11. März außer Kontrolle ist. Bei Proben fand das Gesundheitsministerium erhöhte Strahlung in Gemüse aus mehreren Gemeinden der Präfektur Fukushima. Beim Blattgemüse Kukitachina wurden in einer Probe aus Motomiya 82 000 Becquerel an radioaktivem Cäsium und 15 000 Becquerel an radioaktivem Jod festgestellt - dies übersteigt die zulässigen Grenzwerte um den Faktor 164 beziehungsweise 7.

Die Handelsorganisation JA Zen-Noh (Nationale Vereinigung von landwirtschaftlichen Kooperativen) teilte mit, dass seit Montag kein Gemüse aus der Präfektur Fukushima mehr ausgeliefert werde. In der Präfektur Ibaraki wurde auch radioaktiv belastete Milch gefunden.

Von

dpa

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