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09.01.2017

13:12 Uhr

Gottschalk im Radio

„Domian ist weg, Thommy is back“

Er ist einer der beliebtesten Moderatoren der Deutschen: Thomas Gottschalk kehrt zu seinen Wurzeln zurück und macht wieder Radio. Am Sonntagabend lief seine erste Show auf Bayern 1. Dabei hielt er es mit Martin Luther.

Er gilt als einer der beliebtesten Moderatoren Deutschlands und geht jetzt zurück zum Radio: Thomas Gottschalk moderiert ab Januar 2017 einmal im Monat eine Radiosendung auf „Bayern 1“. dpa

Thomas Gottschalk

Er gilt als einer der beliebtesten Moderatoren Deutschlands und geht jetzt zurück zum Radio: Thomas Gottschalk moderiert ab Januar 2017 einmal im Monat eine Radiosendung auf „Bayern 1“.

MünchenThomas Gottschalk (66) ist zurück im Radio: Am Sonntagabend präsentiert er im Bayerischen Rundfunk zum ersten Mal seine neue Sendung „Gottschalk - Die Bayern 1 Radioshow“. Er beginnt die Show - wie angekündigt - mit dem Lied „Back Home“ von Golden Earring. Und wer damit noch nicht verstanden hat, dass er wieder zurück zu seinen Wurzeln, zurück nach Hause, gekommen ist, für den gibt es direkt im Anschluss noch von Ozzy Osbourne „Mama, I'm Coming Home“. „Domian ist weg, Thommy is back“, sagt Gottschalk zur Begrüßung.

„Vorsicht, bei Bayern 1 steht ein Reifer am Mikrofon“, sagt Gottschalk, nachdem er kurz zuvor vor einem Reifen auf der Autobahn gewarnt hat. Sein Alter und das seiner Zuhörer sind ständiges Thema in der Sendung. In erster Linie aber geht es um ihn selbst, „den Thommy“. Er erzählt von Miley Cyrus, die ihm ein Haus abgekauft hat und davon, dass er vor der Hausübergabe noch schnell einen Berliner Bären, den Ex-Bürgermeister Klaus Wowereit ihm einst geschenkt hatte, mit der Schubkarre abtransportierte. Er sollte ihr nicht in die Hände fallen. Quasi als Ausgleich spielt er ihre Cover-Version des Beatles-Songs „Lucy in The Sky With Diamonds“, die Cyrus zusammen mit den Flaming Lips aufgenommen hat.

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Ansonsten spielt er Songs von Johnny Cash, Fleetwood Mac, den Rolling Stones, den Scorpions, David Bowie und „Hallelujah“ von dem 2016 - wie Bowie - gestorbenen Leonard Cohen. „In meiner Programmzusammenstellung gibt es so viele Tote, dass selbst der „Tatort“ nicht mithalten kann“, sagt Gottschalk mit Bezug auf das Konkurrenzprogramm im ARD-Fernsehen - und: „Ich bin einer der wenigen Prominenten, die 2016 überlebt haben.“ Später fügt er hinzu: „Man hat das Gefühl, man gehört nicht dazu. Die Großen holen die Götter zu sich, den Rest lassen sie hier.“

Der zweite, sehr viel deutlichere Bezug auf die übermächtige Fernseh-Krimi-Konkurrenz: Gottschalk holt sich Axel Milberg ins Studio, seines Zeichens als Borowski Kieler „Tatort“-Kommissar. Mit ihm spricht Gottschalk über die Krimiflut im Fernsehen und schwelgt - wie die ganze Sendung über - in Erinnerungen.

Gottschalk soll künftig an jedem ersten Sonntag im Monat im Bayerischen Rundfunk zu hören sein - dort, wo die Karriere des langjährigen „Wetten, dass..?“-Moderators einst begann. Jeweils drei Stunden lang „live aus dem Bayern 1-Studio im Münchner Funkhaus“. Seine erste Sendung schien ihm Spaß zu machen: „Arbeit ist das keine.“

Beim Radio will er es aber nicht belassen: Im Frühjahr wird er, dessen jüngere Versuche im Fernsehen nicht von übermäßigem Erfolg gekrönt waren, immer sonntags die aus den USA importierte Showreihe „Little Big Shots“ präsentieren, wie Ende 2016 bekannt wurde. Kinder sollen in der Sendung ihre unterschiedlichen Talente präsentieren. Nebenher wird Gottschalk aber auch RTL weiter die Treue halten. Unter anderem soll die Show „Mensch Gottschalk - Das bewegt Deutschland“ fortgesetzt werden. Die erste Radio-Show hat Gottschalk übrigens dem Luther-Jahr gewidmet, wie er sagt: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“

Von

dpa

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