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03.04.2006

13:08 Uhr

Greifswald

10 000 Haushalte wegen Marder ohne Strom

In der Nacht zum Montag hat ein Marder einer Transformatorenstation in Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern einen Brand ausgelöst. Daraufhin waren mehr als 10  000 Haushalte in der Stadt und dem Umland für über eine Stunde ohne Strom.

HB GREIFSWALD. Spezialisten hätten Reste des Tieres unmittelbar an der Unglücksstelle gefunden, sagte der Rostocker Sprecher des Stromversorgers E.ON edis, Michael Elsholtz. Der Sachschaden, der durch den Brand entstand, wird auf mehrere 100 000 Euro geschätzt.

Der Marder habe beim Klettern über die Anlage einen Kurzschluss ausgelöst. Durch einen Lichtbogen sei einer von drei Transformatoren in Brand gesetzt worden, sagte Elsholtz. Die Stromversorgung werde in den nächsten Tagen über die funktionsfähigen Transformatoren gesichert.

Augenzeugen hatten von einer nächtlichen Explosion berichtet. Für Minuten sei es taghell in der Stadt gewesen, sagte der Chef der Greifswalder Stadtwerke, Ingo Bonart. Die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr aus Greifswald sowie Einsatzkräfte aus vier Umlandgemeinden waren mit Löschfahrzeugen und Spezialgerät im Einsatz. Der Brand konnte anderthalb Stunden nach Ausbruch unter Kontrolle gebracht werden. Um den Brandherd hatte sich im Umkreis von 15 Meter brennendes Öl ausgebreitet. Verletzt wurde niemand.

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