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26.01.2007

13:10 Uhr

Griechische Monarchie

Bieter rangeln sich um königliche Erbstücke

Ein Londoner Auktionshaus hat Erbstücke der früheren griechischen Königsfamilie versteigert - ungeachtet eines Streits, wer denn nun der rechtmäßige Besitzer ist. Die Käufer ließen sich von den Wirren nicht beirren und haben fleißig geboten.

Trotz des Streits haben sich die Silberteller und anderen königlichen Erbstücke gut verkauft. Foto: dpa

Trotz des Streits haben sich die Silberteller und anderen königlichen Erbstücke gut verkauft. Foto: dpa

HB LONDON. Das Auktionshaus Christie's setzte sämtliche Stücke aus der privaten Sammlung von König Georg I. (1845-1913) zu deutlich höheren als den Schätzpreisen ab. Insgesamt sei der Erlös mit 9,36 Millionen Pfund (14,2 Millionen Euro) sechs Mal höher als die geschätzte Mindestsumme, teilte Christie's am Freitag mit.

„Das fabelhafte Ergebnis bestätigt erneut die Anziehungskraft von Kunstwerken königlicher Herkunft“, hieß es bei Christie's. Die griechische Regierung hatte das Auktionshaus vergeblich aufgefordert, von der Versteigerung Abstand zu nehmen. Als Grund hatte sie angegeben, dass die Besitzverhältnisse nicht genau geklärt seien. Christie's hatte dem widersprochen.

Insgesamt standen rund 850 Objekte zur Versteigerung, darunter Silberbesteck, Teller sowie Uhren und andere Wertgegenstände. Sie stammen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Nach Angaben von Cristie's kamen 13 Prozent aller Kaufangebote aus Griechenland. Insgesamt seien europäische Bieter mit 83 Prozent am stärksten beteiligt gewesen. Nahezu die Hälfte der Gebote, die unter anderem auch per Telefon und online eingereicht werden konnten, kam dabei aus Großbritannien.

In Griechenland war die Monarchie im Jahre 1974 nach einem Referendum abgeschafft worden. 1991 konnte der ehemalige griechische König Konstantin große Teile der Haushaltsgegenstände seiner Familie aus der Sommerresidenz der Familie bei Dhekeleia im Norden Athens ins Ausland bringen.

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