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26.04.2012

17:06 Uhr

Großeinsatz

Polizei findet Waffenarsenal in Siegen

In der Wohnung eines 28-Jährigen Siegeners fand die Polizei mehrere Sturmgewehre, Pistolen und Revolver. Der Mann hatte am Mittwoch zwei Polizisten angegriffen und sich danach acht Stunden in seiner Wohnung verschanzt.

Polizisten vor dem Haus des Täters in Siegen. In der Wohnung wurden auch eine Handgranate und ein Maschinengewehr gefunden. dpa

Polizisten vor dem Haus des Täters in Siegen. In der Wohnung wurden auch eine Handgranate und ein Maschinengewehr gefunden.

SiegenDie Polizei hat bei dem Mann, der in Siegen einen achtstündigen Großeinsatz ausgelöst hatte, ein umfangreiches Waffenarsenal entdeckt. In der Wohnung des 28-Jährigen seien drei Sturmgewehre, ein Maschinengewehr, eine Maschinenpistole, fünf Pistolen, zwei Revolver, eine scharfe Handgranate sowie mehrere tausend Schuss Munition gefunden worden, teilten die Ermittler am Donnerstag mit. „Alle Waffen waren durchgeladen“, sagte Staatsanwalt Patrick Baron von Grotthuss in Siegen..

Am Mittwoch hatten zwei Polizisten den Mann an seiner Arbeitsstelle vorläufig festnehmen wollen - wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Plötzlich bedrohte der 28-Jährige die Beamten mit einer Pistole, gab einen Schuss ab und floh mit deren Dienstwaffen zu seiner Wohnung. Dort wurde er erneut gestellt, als er mit weiteren Waffen die Flucht fortsetzen wollte. Er gab eine Salve aus einer Kalaschnikow ab und verschanzte sich in dem Mehrfamilienhaus.

Das Wohngebiet wurde weiträumig abgeriegelt. Die Polizei hatte den ganzen Tag über Kontakt zu dem Mann. Am frühen Abend ließ er sich widerstandslos festnehmen. „Er hat sich offenbar den ganzen Tag überlegt, wie er sich verhalten soll: sich festnehmen oder sich erschießen lassen“, sagte von Grotthuss. Er habe von zwei Alternativen gesprochen: „Aufgeben oder raus gehen und tot sein.“

Woher die Waffen stammen, sei noch unklar. Auch was der Mann mit dem Waffenarsenal anfangen wollte, müsse noch geklärt werden. „Er hat zwar zugegeben, dass es seine Waffen sind und dass er damit geschossen hat“, sagte von Grotthuss. Er habe sich auch selbst als „Waffen-Narr“ bezeichnet. Andere Fragen habe der 28-Jährige aber nicht beantwortet.

Kommentare (1)

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27.04.2012, 09:17 Uhr

Lieber sollte man von den Faschistenlöchern im Kreis Siegen-Wittgenstein berichten. Hilchenbach, Littfeld, Erndtebrück, Bad-Berleburg etc.

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