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26.11.2014

04:23 Uhr

Grubenunglück

Feuer tötet 24 Bergarbeiter in China

In den vergangenen Jahren hat sich China bemüht, die Sicherheit in seinen Bergwerken zu erhöhen. Doch erneut kam es zu einem Grubenunglück. Bei einem Feuer unter Tage gab es Todesopfer.

Ein Bergmann bei der Arbeit in der chinesischen Provinz Liaoning (Archivfoto von 2010). Reuters

Ein Bergmann bei der Arbeit in der chinesischen Provinz Liaoning (Archivfoto von 2010).

PekingBei einem Feuer unter Tage sind im Nordosten Chinas 24 Grubenarbeiter getötet worden. 52 weitere Bergwerkarbeiter seien bei dem Unglück am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch.

Betreiber der Mine in der Provinz Liaoning ist demnach der Staatskonzern Fuxin Coal. Den Angaben zufolge sorgte ein kleineres Erdbeben für Funkenflug, der wiederum Kohlenstaub in der Luft entzündet haben soll. Daraufhin sei es in dem Schacht zu einem großen Feuer gekommen. Ein Verantwortlicher der Mine konnte auf telefonische Nachfrage unmittelbar nach dem Unglück keine weiteren Informationen geben.

Die größten Minenunglücke der vergangenen Jahre

2005

Eine Explosion in einem Kohleschacht kostet 203 Bergleuten in der Region Fuxin im Südwesten Chinas das Leben. Zwölf weitere Kumpel werden nie gefunden. Es gilt als das schwerste Grubenunglück in der Geschichte der Volksrepublik.

2006

65 Kohlekumpel sterben bei einer Gasexplosion in San Juan de Sabinas in Nordmexiko.

2007

Beim schwersten Grubenunglück nach Ende der Sowjetunion kommen in der Ukraine mindestens 90 Bergleute bei einer Methangasexplosion in einer Kohlemine bei Donezk ums Leben.

2010

Eine Explosion im Kohlebergwerk Upper Big Branch im US-Staat West Virginia kostet 29 Bergarbeiter das Leben.

2010

33 verschüttete Bergleute werden in Chile nach 69 Tagen aus einer Gold- und Kupfermine gerettet.

2010

29 Männer kommen bei einem der schwersten Grubenunglücke in der Geschichte Neuseelands ums Leben. Eine riesige Gasexplosion zerstört alle Hoffnungen auf die Bergung der Kumpel, die nach einer ähnlichen Explosion fünf Tage zuvor verschüttet worden waren.

2011

Eine Gasexplosion in einem Kohlebergwerk in Sorange im Südwesten Pakistans kostet mindestens 52 Menschen das Leben.

2012

Mindestens 60 Menschen kommen im Nordosten des Kongos bei einem Erdrutsch in einer Goldmine ums Leben.

2013

83 Arbeiter werden von einem massiven Erdrutsch auf einer Goldmine in Tibet begraben.

Chinas Minen zählen zu den gefährlichsten der Welt, obwohl verbesserte Sicherheitsmaßnahmen die Zahl der Minenunfälle zuletzt erheblich verringert haben. Die nationale Steinkohlebehörde sprach im Jahr 2013 von 1067 Todesfällen bei insgesamt 604 Unfällen unter Tage.

Dies entsprach einem Rückgang der Toten um 23 Prozent im Vergleich zu 2012. Vor einem Jahrzehnt waren es gar noch mehr als 6000 tödlich Verunglückte gewesen.

Von

ap

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