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04.11.2011

08:55 Uhr

Grubenunglück in China

Fünfzig Arbeiter in der Tiefe verschüttet

In der chinesischen Provinz Henan wurden bei einem Grubenunglück 50 Bergleute verschüttet. Sieben Kumpel konnten gerettet werden, vier starben bei dem durch ein Erdbeben ausgelösten Gebirgsschlag.

Chinesische Arbeiter in der Kohleweiterverarbeitung: In der Provinz Henan sind 50 chinesische Grubenarbeiter nach einem Unglück verschüttet. Reuters

COAL WORKERS TAKE A BREAK AT A COAL PROCESSING PLANT IN BEIJING

Chinesische Arbeiter in der Kohleweiterverarbeitung: In der Provinz Henan sind 50 chinesische Grubenarbeiter nach einem Unglück verschüttet.

PekingRettungskräfte haben nach einem Unglück in einem chinesischen Kohlebergwerk mit vier Toten sieben Kumpel gerettet. 50 Bergleute sind nach staatlichen Medienberichten noch verschüttet.

Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag meldete, gab es am Abend nach einem schwachen Erdbeben einen sogenannten Gebirgsschlag in dem Bergwerk in der Stadt Sanmenxia in der zentralchinesischen Provinz Henan. Das Beben der Stärke 2,9 hatte sein Epizentrum östlich von Sanmenxia, der Gebirgsschlag ereignete sich eine halbe Stunde später. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich 75 Kumpel in der Mine, 14 konnten sich retten. Das Bergwerk gehört dem großen Staatsunternehmen Yima Coal Group.

Einer der Geretteten ist schwer verletzt

Der staatliche Fernsehsender CCTV zeigte Aufnahmen der Rettungsaktion am Freitagmorgen. Xinhua zufolge haben sechs der geretteten Bergleute nur leichte Verletzungen davongetragen, ein Kumpel ist jedoch schwer verletzt.

Mindestens 200 Rettungskräfte gruben einen kleinen Tunnel etwa 500 Meter tief, um die Verschütten zu erreichen, wie die Website der Zeitung „People's Daily“ berichtet.

Ein Behördenvertreter sagte der Nachrichtenagentur AP, falls der Tunnel durch den Gebirgsschlag nur enger geworden sei, könnten die Rettungskräfte für Sauerstoffzufuhr sorgen. Falls aber die Tunnelwände eingestürzt seien, sei die Sauerstoffzufuhr vermutlich unmittelbar zusammengebrochen und die Verschütteten seien erstickt.

Xinhua zufolge gruben die Arbeiter einen etwa 760 Meter langen Tunnel, doch nach dem Gebirgsschlag sei er mehr oder weniger auf etwas mehr als halber Strecke zusammengeklappt, bei 480 Meter. Es sei unklar, wie es um den darauf folgenden Tunnelabschnitt bestellt sei.

Von

dapd

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