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06.03.2006

21:38 Uhr

Grundsatzstreit entbrannt

Schärfstes Anti-Abtreibungsgesetz der USA verabschiedet

Im US-Bundesstaat South Dakota ist am Montag das schärfste Anti-Abtreibungsgesetz der Vereinigten Staaten beschlossen worden. Gouverneur Mike Rounds unterzeichnete das Gesetz.

HB WASHINGTON. Danach sind Schwangerschaftsabbrüche in South Dakota nur noch mit einer Ausnahme gestattet, wenn es um das Leben der Mutter geht. Ärzte machen sich künftig eines Verbrechens schuldig, wenn sie beispielsweise in Fällen von Vergewaltigung und Inzest Abtreibungen durchführen.

Das neue Gesetz hat in den USA einen erbitterten Grundsatzstreit um das Abtreibungsrecht ausgelöst. Gouverneur Round rechnet nach eigenen Worten damit, dass Befürworter der Abtreibung jetzt vor Gericht ziehen, damit das Gesetz nicht wie geplant im Juli in Kraft tritt.

Abtreibungsgegner haben nach US-Medienberichten gezielt das kontroverse Gesetz auf den Weg gebracht, um den Streit bis vor das Oberste Gericht zu bringen. Sie hoffen dabei auf ein neues Grundsatzurteil, damit die seit mehr als drei Jahrzehnten gültige Rechtsprechung in Abtreibungsfragen verschärft wird.

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