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27.03.2014

15:30 Uhr

Gurlitt und der Erbe

Staatsanwaltschaft will Einigungen prüfen

Der Kunstsammler Gurlitt wird Bilder an die Erben jüdischer Kunstbesitzer zurückgeben. Die Staatsanwaltschaft will derweil mögliche Einigungen zwischen Gurlitt und dem Erben prüfen. Bislang liege keine Vereinbarung vor.

Werke aus dem spektakulären Kunstfund: Gurlitt ist bereit, einiger Bilder dem Erben zurück zu geben. Die Staatsanwaltschaft will eine Einigung zwischen den beiden prüfen. dpa

Werke aus dem spektakulären Kunstfund: Gurlitt ist bereit, einiger Bilder dem Erben zurück zu geben. Die Staatsanwaltschaft will eine Einigung zwischen den beiden prüfen.

München/AugsburgDie Augsburger Staatsanwaltschaft wird mögliche Übereinkünfte zwischen dem Kunstsammler Cornelius Gurlitt und Erben jüdischer Kunstbesitzer eingehend prüfen. „Wenn uns derartige Vereinbarungen vorgelegt werden, werden wir prüfen, ob es möglich ist, Rechten von Geschädigten zur Geltung zu verhelfen, ohne dass Rechte anderer verletzt oder prozessuale Belange beeinträchtigt werden“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Das sei aber rein hypothetisch. Bislang liege der Behörde keine Vereinbarung zwischen Gurlitt und Erben vor.

Am Tag zuvor war bekanntgeworden, dass Gurlitt bereit ist, Bilder aus seiner Schwabinger Sammlung, bei denen es sich um Nazi-Raubkunst handelt, an die Erben jüdischer Kunstbesitzer zurück zu geben. Dabei soll es sich nach Medienberichten auch um die „Sitzende Frau“ von Henri Matisse handeln, die unter den insgesamt 1280 in Gurlitts Schwabinger Wohnung beschlagnahmten Werken ist. „Das, was wir beschlagnahmt haben, ist weiter beschlagnahmt“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

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Vor mehr als zwei Jahren wurde in der Wohnung von Cornelius Gurlitt ein riesiger Kunstschatz entdeckt, darunter auch NS-Raubkunst. Nun hat sich Gurlitt offenbar entschieden, Werke aus jüdischem Besitz zurückzugeben.

Von

dpa

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