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09.10.2013

13:04 Uhr

Haftbefehl gegen Büroleiter

Grünen-Mitarbeiter soll Kinder missbraucht haben

Der Leiter des Gießener Wahlkreisbüros des Grünen-Bundestagsabgeordneten Tom Koenigs steht im Verdacht in über 160 Fällen Kinder sexuell missbraucht zu haben. Der Mann wurde nun verhaftet.

Das Logo von Bündnis 90/Die Grünen: Ein Mitarbeiter der Partei soll Kinder missbraucht haben. dpa

Das Logo von Bündnis 90/Die Grünen: Ein Mitarbeiter der Partei soll Kinder missbraucht haben.

BerlinDie Staatsanwaltschaft Gießen hat den Leiter des Gießener Wahlkreisbüros des Grünen-Bundestagsabgeordneten Tom Koenigs verhaften lassen. Dem 61-Jährigen wird zur Last gelegt, seit 2007 sexuellen Missbrauch an mehreren Kindern, deren Vertrauen er zuvor erworben hatte, verübt zu haben. Der Mann war aufgrund mehrerer Strafanzeigen in den Fokus von Staatsanwaltschaft und Polizei geraten.

„Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen gehen die Ermittler davon aus, dass der Beschuldigte in über 160 Fällen drei Mädchen und einen Jungen - im zum Tatzeitraum befindlichen Alter zwischen 6 und 12 Jahren - sexuell missbrauchte“, teilten die Staatsanwaltschaft Gießen und das Polizeipräsidium Mittelhessen mit. Zwischenzeitlich hätten Durchsuchungen stattgefunden, die zur Sicherstellung von diversen Beweismitteln führten.

Auf Antrag der Staatsanwalt ordnete der zuständige Ermittlungsrichter wegen des dringenden Tatverdachts des sexuellen Missbrauchs in 163 Fällen bereits am Dienstag Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten an. Er werde heute dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt, hieß es weiter. „Der 61-Jährige hat sich bisher zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen noch nicht eingelassen“, erklärte die Staatsanwaltschaft.

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Die Onlineausgabe der „Bild“-Zeitung berichtete, der Grünen-Mitarbeiter habe die Kinder mit Drogen gefügig gemacht und anschließend sexuell missbraucht. Das hätten Anwohner angegeben, als sie Strafanzeige erstattet haben.

Der Büroleiter bestätigte dem "Bild"-Bericht zufolge die Ermittlungen. Er wollte sich demnach aber wegen des laufenden Verfahrens nicht weiter äußern. Weder das Wahlkreisbüro noch das Bundestagsbüro des Grünen-Politikers Koenigs wollten sich auf Anfrage zu den Vorwürfen äußern.

Von

dne

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