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14.01.2010

19:54 Uhr

Haiti

Rotes Kreuz rechnet mit bis zu 50 000 Toten

Das verheerende Erdbeben in Haiti hat nach Schätzung des Roten Kreuzes 45 000 bis 50 000 Menschen das Leben gekostet. Unterdessen ist die erste internationale Hilfe für den Inselstaat eingetroffen. Doch für den Luftraum über der Hauptstadt Port-au-Prince wird es eng.

Ein Mann auf Haiti sucht unter Hunderten Erdbebenopfern nach einer Leiche. Das Rote Kreuz schätzt die Zahl der Toten auf bis zu 50 000. ap

Ein Mann auf Haiti sucht unter Hunderten Erdbebenopfern nach einer Leiche. Das Rote Kreuz schätzt die Zahl der Toten auf bis zu 50 000.

HB PORT-AU-PRINCE/PARIS/BRÜSSEL/BERLIN. Die geschätzte Zahel von 45 000 bis 50 000 Menschen beruhe auf Informationen eines großen Netzwerks von Freiwilligen in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince, sagte das am Donnerstagabend in ihrer ersten Einschätzung zur Opferzahl.

Das tatsächliche Ausmaß der Katastrophe war auch zwei Tage nach dem fürchterlichen Erdstoß noch nicht auszumachen. In der verwüsteten Hauptstadt Port-au-Prince herrschte weiterhin Chaos: Menschen kampierten im Freien, überall lagen Leichen. Einziger Hoffnungsschimmer: Die ersten internationalen Hilfsgüter und Rettungskräfte sind eingetroffen.

Auch in Deutschland kam die Haiti-Hilfe ins Rollen: Dutzende Ärzte, Sanitäter, Techniker und Logistiker deutscher Organisationen werden in den nächsten Stunden und Tagen im Katastrophengebiet erwartet. Rund um die Hauptstadt Port-au-Prince wollen sie bei der Suche nach Vermissten und der Versorgung der Überlebenden helfen. Zugleich müssen die Hilfslieferungen verteilt werden.

Bereits in Haiti angekommen sind Helfer und Güter aus den USA, China, Großbritannien, Frankreich, Kuba und Island. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass die benötigte Ausrüstung zum Entladen der Güter nicht vorhanden war.

Weiteres Manko: Im Luftraum über Haiti wird es eng. Die US-Flugbehörde FAA versagte am Donnerstag amerikanischen Maschinen mit Ziel Haiti die Starterlaubnis. Die haitianische Regierung lasse keine Flugzeuge mehr in den Luftraum, erklärten amerikanische Regierungsbeamte zur Begründung. Zum Zeitpunkt dieser Entscheidung hätten elf Flugzeuge über dem Flughafen von Port-au-Prince gekreist. Auf dem Boden gebe es keinen Platz mehr für gelandete Maschinen, hieß es.

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