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20.02.2017

10:41 Uhr

Hamburger Hauptbahnhof

15.000-Volt-Leitung stürzt auf ICE

Schreck im Hamburger Hauptbahnhof: Eine Oberleitung reißt und stürzt auf einen einfahrenden Zug. Hunderte Fahrgäste sitzen stundenlang fest, bevor sie befreit werden. In der Nacht machen sich Techniker an den Schaden.

Nachdem alle Fahrgäste den ICE im Hamburger Hauptbahnhof verlassen haben, inspizieren Arbeiter die Schäden an dem Schnellzug. Reuters, Sascha Rheker

Arbeiter inspizieren Schäden

Nachdem alle Fahrgäste den ICE im Hamburger Hauptbahnhof verlassen haben, inspizieren Arbeiter die Schäden an dem Schnellzug.

HamburgDer Sturz einer 15.000-Volt-Oberleitung auf einen einfahrenden ICE im Hamburger Hauptbahnhof ist glimpflich ausgegangen. Die 430 Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon und überstanden den Vorfall unverletzt, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Einige Reisende im hinteren Teil des Schnellzugs saßen allerdings über Stunden hinweg fest und konnten den Zug erst am späten Sonntagabend verlassen. Ihre Waggons hatten noch nicht den Bahnsteig erreicht. Zwischen den aneinandergekoppelten beiden Zugteilen ist bei ICEs kein Durchgang möglich.

Der Zug wurde nach Bahnangaben nach Mitternacht mit einer Diesellok abgeschleppt und in eine Werkstatt gebracht. Die Feuerwehr versorgte nach eigenen Angaben fünf der 430 Fahrgäste rettungsdienstlich. Auch die Oberleitung sei in der Nacht zum Montag von Technikern repariert worden, sagte eine Sprecherin der Bahn. Das gesperrte Gleis sei mit Betriebsbeginn am Montagmorgen wieder uneingeschränkt befahrbar gewesen.

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Der ICE, der aus München kam, hatte sein Ziel fast erreicht, als am Sonntag gegen 18.30 Uhr die Oberleitung aus noch ungeklärter Ursache riss. Die ersten Waggons waren bereits am Bahnsteig. Die Leitung fiel auf den hinteren Zugteil. Sie musste zunächst geerdet werden, weil die Gefahr eines Stromschlags bestand.

Die ersten 150 Passagiere konnten den vorderen Zugteil gegen 20.00 Uhr verlassen, teilte die Bahn mit. Es habe Schwierigkeiten gegeben, den ICE vorwärts zu bewegen, damit auch die Passagiere aus dem hinteren Bereich aussteigen konnten. Ob es eine Entschädigung über dem Normalsatz für die Fahrgäste geben werde, sei nicht geklärt, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn auf Nachfrage.

Aus Sorge vor Stromschlägen waren zeitweise kleinere Straßen am Hamburger Hauptbahnhof gesperrt worden, wie ein Polizeisprecher sagte. Auch eine Fußgängerbrücke war betroffen.

Von

dpa

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