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06.02.2015

16:00 Uhr

Harvard

Uni verbietet Sex zwischen Profs und Studenten

Affären, Romanzen und Liebesbeziehungen: An der Elite-Uni Harvard dürfen Studierende laut einer neuen Verordnung keinen Geschlechtsverkehr mit Lehrenden haben – egal von welcher Fakultät. Das sei nicht „angemessen“.

Die Elite-Uni an der US-Ostküste hat rund 2400 lehrende Angestellte und knapp 6700 Studierende. Reuters

Die Elite-Uni an der US-Ostküste hat rund 2400 lehrende Angestellte und knapp 6700 Studierende.

New York/CambridgeNach Überprüfung ihrer Richtlinien zum Kampf gegen sexuelle Belästigung hat die US-Eliteuniversität Harvard Liebesbeziehungen zwischen Professoren und Studenten grundsätzlich verboten. Das zuständige Komitee habe entschieden, dass die sprachliche Klarstellung von „Beziehungen mit ungleichem Status“ nicht stark genug gewesen sei. Dies werde nun geändert.

Wie die Fakultät für Kunst und Wissenschaft mitteilte, sind „romantische oder sexuelle Beziehungen“ untersagt, egal ob das Mitglied des Lehrkörpers den betroffenen Studenten unterrichtet oder nur betreut. Das Verbot gilt demnach für Bachelor- und Master-Studenten.

Nach Angaben des zuständigen Fakultätsausschusses hatte die Überprüfung der Verhaltensregeln ergeben, dass die bisherigen Aussagen zu den Beziehungen zwischen Paaren mit ungleichem Status nicht „deutlich genug die Erwartungen der Fakultät an eine angemessene Beziehung widerspiegelt“. Sexuelle Kontakte seien nicht das, was die Uni als eine passende Beziehung zwischen Mitgliedern der Fakultät und ihren Schülern ansehe, hieß es vom Campus in dem Vorort Cambridge.

Die Universität an der US-Ostküste hat rund 2400 lehrende Angestellte und knapp 6700 Studierende. Zuvor war es nicht erlaubt, dass Professoren Sex mit Hochschülern haben, die direkt von ihnen betreut werden. Die neue Universitätspolitik verbietet nun jegliche romantische oder sexuelle Verstrickungen.

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Mit seiner Verschärfung der Richtlinien reagiert Harvard auf zunehmende Beschwerden gegen sexuelle Gewalt an den Elite-Unis der USA. Im vergangenen Mai hatte das US-Bildungsministerium eine Liste von 55 Colleges und Universitäten veröffentlicht, die wegen Klagen über sexuellen Missbrauch und Belästigung unter staatlicher Beobachtung stehen, darunter auch Harvard. Die Universität Yale, der historische Rivale von Harvard, hatte sexuelle Beziehungen zwischen Lehrenden und Bachelor-Studenten bereits im Jahr 2010 verboten.

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