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02.09.2013

16:58 Uhr

Havariertes Atomkraftwerk

Neue radioaktiv verseuchte Zone in Fukushima entdeckt

Am havarierten Atomkraftwerk Fukushima ist eine weitere hochradioaktive Zone entdeckt worden. Experten haben an einem Wasser-Auffangbehälter einen kritischen Wert gemessen. Der Druck auf Tepco wächst.

Bereits vor einigen Tagen hatte Tepco mitgeteilt, dass 300 Tonnen hochradioaktiv verseuchtes Wasser aus einem Lagertank ausgelaufen seien. AFP

Bereits vor einigen Tagen hatte Tepco mitgeteilt, dass 300 Tonnen hochradioaktiv verseuchtes Wasser aus einem Lagertank ausgelaufen seien.

TokioExperten haben an der Ruine des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima eine weitere hochradioaktive Zone entdeckt. Die Strahlung an einem Wasser-Auffangbehälter betrage über 100 Millisievert pro Stunde, teilte der Betreiber Tepco am Montag mit. Genauere Angaben konnten nicht gemacht werden, da die Dosimeter der Arbeiter nur bis zu dieser Höhe ausgelegt seien.

Bereits am Sonntag hatte Tepco von einer um das 18-fache gestiegenen Belastung an einem anderen Wassertank berichtet. Die Strahlung ist dort so hoch, dass sie binnen vier Stunden zum Tod führt. Japans Premier Shinzo Abe hat daher ein schnelles Eingreifen der Regierung angekündigt. Einzelheiten werden am Dienstag erwartet.

In Deutschland darf ein Arbeiter über sein gesamtes Berufsleben höchstens 20 Millisievert pro Jahr ausgesetzt werden. In Japan war nach der Katastrophe die Belastungsschwelle für Arbeiter auf 100 Millisiervert über fünf Jahre festgelegt worden.

Immer weniger Menschen trauen dem Betreiber Tepco zu, die Lage in den Griff zu bekommen. Das radioaktiv verseuchte Wasser zum Kühlen der strahlenden Ruine ist ein besonderes Problem: Bereits vor einigen Tagen hatte Tepco mitgeteilt, dass 300 Tonnen hochradioaktiv verseuchtes Wasser aus einem Lagertank ausgelaufen seien. Zudem vermischt sich Grundwasser mit dem Kühlwasser. Zuletzt wurde zudem ein Leck an einer Verbindung zwischen zwei Wassertanks entdeckt.

Die gestiegene Strahlung mindert auch die Chancen für die japanische Hauptstadt auf einen Zuschlag für die Olympischen Spiele 2020. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheidet am Samstag zwischen den Bewerbern Tokio, Madrid und Istanbul. Offiziellen Angaben der japanischen Regierung zufolge ist die radioaktive Belastung in Tokio, das von der Unglücksstelle 230 Kilometer entfernt liegt, nicht höher als in London oder New York.

Von

rtr

Kommentare (4)

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02.09.2013, 17:54 Uhr

O-Ton Handelsblatt
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Am havarierten Atomkraftwerk Fukushima ist eine weitere hochradioaktive Zone entdeckt worden.
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Alles auf Panikstation!

Alle Atomkraftwerke sofort abstellen - Energieverbrauch einstellen!

Bis auf ein paar Sonnenscheinstunden, wenn die Photovoltaik-Zellen ein paar MW abgeben.

+++

O-Ton Handelsblatt
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Experten haben an einem Wasser-Auffangbehälter einen kritischen Wert gemessen.
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Wie groß ist diese "weitere Zone" also?

1 qm?

5 qm?

10 qm?

Account gelöscht!

02.09.2013, 21:59 Uhr

Man hat Werte von 1,8 Sv/h gemessen, musste aber eingestehen, dass die Messgeräte lange Zeit nur bis 100 mSv/h anzeigen konnten. Fukushima wird uns noch lange beschäftigen.

Account gelöscht!

03.09.2013, 07:34 Uhr

Na, der Vandale wird uns gleich sicher wieder genauestens erklären, warum das alles gaaanz harmlos ist, aber Wind- und Sonnenenergie umweltschädlich wie nur sonstwas.

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