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15.08.2012

17:25 Uhr

Havariertes Containerschiff

Reederei sorgt sich um Zustand der „MSC Flaminia“

Das Bangen um das havarierte deutsche Containerschiff „MSC Flaminia“ geht weiter. Die zuständige Reederei bezeichnete den Zustand des Frachters als „lädiert“. Französische Umweltschützer warnen sogar vor dem Untergang.

Derzeit befindet sich die „MSC Flaminia“ nach Reedereiangaben rund 740 Kilometer westlich des Ärmelkanals. AFP

Derzeit befindet sich die „MSC Flaminia“ nach Reedereiangaben rund 740 Kilometer westlich des Ärmelkanals.

BuxtehudeDie Sorge um das havarierte deutsche Containerschiff „MSC Flaminia“ nimmt zu. Eine Sprecherin der Reederei NSB aus Buxtehude bezeichnete den Zustand des Frachters am Mittwoch als „lädiert“. Französische Umweltschützer warnen sogar vor dem Untergang des Schiffs.

Vor rund einem Monat war ein Feuer an Bord ausgebrochen. Auch wenn der Brand inzwischen als gelöscht gilt, darf der Frachter noch immer keinen europäischen Hafen anlaufen. Derzeit wird er von einem Schlepper ziellos über den Atlantik gezogen und befindet sich nach Reedereiangaben rund 740 Kilometer westlich des Ärmelkanals.

Weil das Schiff trotz einer Wetterverschlechterung auf offener See bleiben müsse, könne eine wesentliche Beeinträchtigung der Stabilität durch den starken Wellengang nicht ausgeschlossen werden, sagte die Reedereisprecherin.

Französische Meeresschützer befürchten inzwischen das Schlimmste: In einem offenen Brief appellierte die Organisation „Mor Glaz“ an die Regierung in Paris, alles zu unternehmen, um einen Untergang des Containerschiffs zu verhindern.

Das französische Umweltministerium hatte zu Beginn der Woche argumentiert, dass das Schiff ein zu großes Sicherheitsrisiko darstelle und daher nicht in die Nähe der Küste geschleppt werden dürfe.

Das Feuer an Bord der „MSC Flaminia“ war am 14. Juli aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen. Ein Seemann wurde getötet, ein weiterer wird vermisst. Alle anderen Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden. Ursprünglich hatte sich der Frachter im Atlantik auf dem Weg von Charleston im US-Bundesstaat South Carolina nach Antwerpen in Belgien befunden.

Von

dapd

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