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30.01.2005

10:15 Uhr

Hersteller präparieren Thunfisch mit Kohlenmonoxid

Vergiftungsgefahr durch farbmanipulierte Fischprodukte

Tiefgefrorener Thunfisch ist häufig farbmanipuliert. Dem Käufer drohen gesundheitliche Gefahren, warnt das Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe.

HB BERLIN. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe hat vor tiefgefrorenen Thunfischfilets und Thunfischsteaks gewarnt. Diese seien oft farbmanipuliert und setzten die Käufer einem erhöhten Gesundheitsrisiko aus, berichtet das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel».

Das Amt fand bei 14 von 35 untersuchten Thunfischproben Hinweise auf verbotene Farbmanipulation. Der Fisch sei mit Kohlenmonoxid behandelt worden und erhalte so einen himbeerähnlichen Farbton. Die Farbe täusche Frische vor und verblasse auch dann nicht, wenn das Fleisch schlecht werde.

Durch diese unzulässige Kosmetik wachse die Gefahr einer Vergiftung mit Histamin, dessen Gehalt in verdorbenem Fisch erhöht ist. Die Folge seien Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel.

Dem Bericht zufolge fiel auch tiefgefrorener Schwertfisch durch zu hohen Kohlenmonoxidgehalt auf. Den Farbpfusch betreiben laut Amt «sowohl inländische als auch ausländische Firmen». Die Rohware stamme meist aus Asien. (nz)

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