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13.04.2011

11:13 Uhr

Hilfe für Helfer

Flughafen im japanischen Sendai wieder in Betrieb

Einen Monat nach der Erdbebenkatastrophe in Japan ist der Flughafen Sendai wieder geöffnet worden. Die Unglücksregion kann nun wieder mit Flugzeugen versorgt werden. Die Aufräumarbeiten kommen derweil nur mühsam voran.

Ein Flugzeug der Japan Airlines im Anflug auf Sendai. Quelle: dapd

Ein Flugzeug der Japan Airlines im Anflug auf Sendai.

TokioUngeachtet eines weiteren Nachbebens hat der Flughafen Sendai am Mittwoch wieder seinen Betrieb aufgenommen. Um kurz nach acht Uhr (Ortszeit) morgens landete die erste Maschine aus Tokio, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Der rund 100 Kilometer von der Atomruine Fukushima entfernte Flughafen war vor gut einem Monat von dem Jahrhundert-Tsunami überschwemmt worden. Die Wiedereröffnung des Flughafens macht es für Helfer aus dem Großraum Tokio und dem Westen einfacher, in die Unglücksregion zu gelangen.

Die Aufräumarbeiten in der Unglücksregion gingen unterdessen weiter. Mitarbeiter des Energiekonzerns Tepco setzten zudem ihren Kampf gegen einen Super-GAU im zerstörten Kernkraftwerk fort. Mit Hilfe von Behelfspumpen leiten sie hochgradig verseuchtes Wasser, das sich in einem Tunnelschacht des Reaktors zwei angesammelt hat, in einen Auffangbehälter des Turbinengebäudes, wie die Nachrichtenagentur Jiji Press meldete. Die strahlende Brühe behindert die Bemühungen zur Kühlung der Reaktoren.

Am Mittwoch hatten wieder Erdstöße der Stärke 5,8 das Land erschüttert. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen nicht vor. Auch eine neue Tsunami-Warnung gab es nicht.

Japan hatte am Dienstag die Strahlengefahr von Stufe fünf auf die höchste Stufe sieben - und damit auf das selbe Niveau wie Tschernobyl im Jahr 1985 - heraufgesetzt. Die Regierung korrigierte zudem ihr Einschätzung der allgemeinen Wirtschaftslage im Land wegen der Katastrophe erstmals seit sechs Monaten nach unten. Das Erdbeben und der Tsunami vom 11. März hätten erhebliche Auswirkungen auf die wichtigen Exporte, die Produktion und den Privatverbrauch, hieß es dazu am Mittwoch.

Von

dpa

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