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05.04.2014

04:21 Uhr

Hobbykünstler

George W. Bush stellt Porträts von Weltpolitikern aus

Der frühere US-Präsident George W. Bush hat erstmals einige seiner selbst gemalten Bilder öffentlich präsentiert. Politikern und Weggefährten hielt Bush auf der Leinwand fest - darunter auch Merkel.

Vom US-Präsidenten zum Künstler: Auch ein Porträt von Kanzlerin Merkel ist unter den Politiker-Gemälden George W. Bushs. dpa

Vom US-Präsidenten zum Künstler: Auch ein Porträt von Kanzlerin Merkel ist unter den Politiker-Gemälden George W. Bushs.

DallasGeorge W. Bush als Künstler: Erstmals stellt der frühere US-Präsident im großen Stil eigene Gemälde aus. Im nach ihm benannten Museum in Dallas sind mehr als zwei Dutzend Porträts seiner früheren Weggefährten und Kollegen zu sehen, von einem grimmig dreinblickenden Wladimir Putin bis hin zu einem huldvoll lächelnden Vaclav Havel. Auch Kanzlerin Angela Merkel und den Dalai Lama setzte Bush ins Bild.

„Ich verbrachte viel Zeit mit persönlicher Diplomatie, freundete mich mit Führern an und erfuhr so von ihren Familien, ihren Vorlieben und Abneigungen“, sagte der Expräsident in einem Einführungsvideo zur Ausstellung. „Irgendwann fühlte ich mich wohl genug, sie auch zu malen.“

Bush fing 2012 mit dem Malen an, drei Jahre nach seinem Abschied vom Weißen Haus. Die Lektüre eines Essays über Gemäldemalerei des verstorbenen britischen Premierministers Winston Churchill habe ihn inspiriert, Unterricht zu nehmen. „Ich hatte vorher noch nie einen Pinsel geschwungen. Also habe ich es ausprobiert.“

Neben den Gemälden sind eine Reihe von Geschenken und Fotos zu sehen, die Bush Seite an Seite mit den jeweils porträtierten Regierungschefs zeigen. Ausgestellt wird etwa ein Buch mit Reden Churchills, das der britische Expremierminister Tony Blair einst Bush überreichte. Die Widmung lautet: „Für George, meinen Verbündeten und Freund.“

In einem vorab vom Sender NBC ausgestrahlten Interview mit seiner Tochter Jenna sprach Bush auch über sein Porträt vom russischen Präsidenten Putin. „Ich durfte ihn sehr gut kennenlernen. Mit der Zeit wurde es immer intensiver“, sagte er. „Wladimir ist jemand, der Amerika in vielerlei Hinsicht als Feind betrachtete. Ich versuchte, natürlich, diese Vorstellung auszuräumen.“

Seine Werke signiert Bush lediglich mit „43“, in Anlehnung an seine Amtszeit als 43. Präsident der USA. „Ich sage den Leuten, dass meine Signatur auf meinen Gemälden wertvoller ist als die Gemälde selbst“, scherzte er. Seine Ausstellung „The Art of Leadership: A President's Personal Diplomacy“ läuft bis zum 3. Juni.

Von

ap

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