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05.06.2013

21:28 Uhr

Hochwasser

Menschen müssen vor Elbe-Flut fliehen

Der Wasserstand der Elbe steigt und steigt. In Dresden müssen Menschen ihre Häuser verlassen. Auch Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Brandenburg blicken besorgt auf den Fluss. An vielen Orten herrscht Katastrophenalarm.

Hochwasser zieht nach Norden

Wetterdienst warnt vor neuen Regenfällen

Hochwasser zieht nach Norden: Wetterdienst warnt vor neuen Regenfällen

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DresdenImmer mehr Menschen an der Elbe müssen sich vor dem Hochwasser in Sicherheit bringen. Angesichts der steigenden Wasserstände bereiteten die Einsatzkräfte am Mittwochmorgen weitere Evakuierungen vor. Der Fluss werde weiter anschwellen, sagte ein Sprecher des Landeshochwasserzentrums in Dresden.

Wegen des erwarteten Rekordhochwassers herrscht im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg seit Dienstagabend Katastrophenalarm. Auch in Brandenburg wird an der Elbe mit höheren Pegelständen als beim Hochwasser 2002 gerechnet.

Am Mittwochmorgen stand die Elbe in Dresden bei 8,27 Metern. Normal sind etwa zwei Meter. Wie weit das Wasser noch steigt, hängt vor allem davon ab, wie viel aus Tschechien nach Sachsen fließt. Dort hat die Elbe bereits weite Teile der Industriestadt Usti (Aussig) geflutet. Am Morgen sollten 660 Menschen aus dem Stadtteil Gohlis in Dresden in Sicherheit gebracht werden. Vor allem im Osten der Stadt könnten weitere Evakuierungen folgen, sagte ein Sprecher.

Auch der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bereitete weitere Evakuierungen vor. Am Pegel in Schöna nahe der Grenze zu Tschechien wurde in der Nacht zum Mittwoch die Zehn-Meter-Marke überschritten. 11 000 Menschen seien bislang in Sicherheit gebracht worden, sagte eine Sprecherin.

Die Stadtgebiete liefen weiter voll. In Pirna musste das Rathaus geräumt werden, weil es wie die gesamte Altstadt unter Wasser stand. Auch in Meißen drang die Elbe weiter in die Stadt vor. Fast alle Straßen in die Altstadt seien mittlerweile gesperrt, sagte eine Sprecherin.

Kommentare (7)

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Empoerter

05.06.2013, 12:38 Uhr

Kaum zu glauben: Unweit von Leipzig kämpfen die Menschen um ihre Existenz. Und am Mittwoch findet das Abschiedsspiel von Michael Ballack statt.

Bereits die Feier der Bayern gab zu denken. Es hätte dem FC Bayern gut angestanden, an die Menschen im Hochwassergebiet zu denken. Stattdessen chauffierte man die Spieler im überdachten Bus durch München. Die durchnässten Sicherheitskräfte marschierten nebenher. Eine richtiges Wort und eine Spende am Marienplatz und die Sache mit U.H. hätte sich in Luft aufgelöst.

Leider verbleiben nach dem Hochwasser zwei Eindrücke:
1. Fußball geht in diesem Land wirklich über alles.
Es paßt ins Bild, daß in Offenbach lieber der Fußballverein saniert wird, statt das Klinikum zu sanieren.
2. Die Städte im Osten sehen inzwischen wesentlich gepflegter aus als die Städte im Westen. Die vom Hochwasser geplagten Städte werden es weit von sich weisen: Aber der Soli hat schon lange seinen Sinn verloren, wenn eine Stadt im Katastrophengebiet immer noch besser ausschaut als eine Stadt im Trockenen.

Account gelöscht!

05.06.2013, 13:00 Uhr

Und warum kommentieren Sie hier noch? Fahren Sie ins Flutgebiet und füllen Sandsäcke.

Beamte_schaun_zu

05.06.2013, 14:36 Uhr

Mit relativ geringem Investment ist der dauerhafte Schutz vor Überflutungen möglich, jedenfalls wenn man endlich Ingenieure statt Politiker an das Problem ran lässt.
Sowohl in Passau, Leipzig, Grimma oder Dresden und sonstwo können dauerhaft wirksame flexible Flut- Wände errichtet werden. Sogar mechanisch und/oder elektrisch/hydraulisch versenkbar, die das Stadt- Bild bei Niedrigwasser dann überhaupt nicht stören und nur bedarfsweise hochgefahren oder aufgebaut werden.
Einfachste Form: einsteckbare Profile, in welche Wände abschnittweise eingesteckt werden (z. B. die Stadt Köln hat sowas schon), an kritischen Stellen der Altstädte können diese dann motorisch ausfahren….statt - wie im Mittelalter - Sandsäcke erst zu füllen und dann unkoordiniert von Hilfskräften hinzulegen. Das Ganze kostet weniger als die "Rettungsmaßnahmen" der Folgeschäden von ein oder zwei Uberflutungs- Katastrophen!
In Dresden arbeiten da z. B. Studenten statt staatlich bezahlte Beamte aus den zu 50% überflüssigen und aufgeblähten Behörden!
Die Finanzierung dieser Vorsorgemaßnahmen wird deshalb durch Halbierung der Planstellen realisiert in allen aufgeblähten und bei weitem überdimensionierten Behörden – z. B. in den Finanzämtern, die unnötig komplizierte und historisch gewachsene Schachtelgesetze als ABM-Beschäftigung “bearbeiten“, statt diese zu entrümpeln und zu vereinfachen (siehe Vorschläge Wikipedia: Kirchhof/Merz/Lang/ Koch etc). Deshalb sofortige Halbierung der Bezüge aller Finanzbeamten und Zwang zur Umsetzung dieser Steuervereinfachungs- Konzepte.
Ähnliches gilt für alle anderen “Dienstleister“ unter den öffentlich mit Steuergeldern durchgefütterten Beschäftigten, die alle dringendst privatisiert und unter Wettbewerbsdruck gestellt werden müssen.
Dann werden weitere 30 Mia EURO frei zur Finanzierung von Infrastrukturen, wie die oben genannten Maßnahmen zum Überflutungsschutz oder z. B. überfälliger Autobahnneubau oder Modernisierung der Hochspannungs- Netzwerke – seit 20 Jahren.

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