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03.06.2016

18:37 Uhr

Hochwasser

Siebtes Opfer nach Überschwemmungen

Das verheerende Hochwasser hat in Niederbayern eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Es wird Monate dauern, bis alles aufgeräumt ist. Noch immer werden Menschen vermisst.

Wasser steht zwischen Häusern in Simbach am Inn(Bayern). Das Hochwasser hat mittlerweile mehr als ein halbes Dutzend Tote gefordert. dpa

Flut-Katastrophe

Wasser steht zwischen Häusern in Simbach am Inn(Bayern). Das Hochwasser hat mittlerweile mehr als ein halbes Dutzend Tote gefordert.

SimbachNach dem verheerenden Hochwasser in Niederbayern ist die Zahl der Toten auf sieben gestiegen. Am Freitag starb nach Behördenangaben ein 72 Jahre alter Mann, der am Mittwoch aus dem Hochwasser gerettet worden war, dabei jedoch eine Herzattacke erlitten habe. Erst am Donnerstagabend war in Simbach am Inn ein 65 Jahre alter Mann tot entdeckt worden. Nach vier Menschen wurde laut Polizei noch gesucht. Am Niederrhein in Nordrhein-Westfalen hat sich die Lage im Hochwassergebiet etwas entspannt, doch drohen neue Unwetter.

In Niederbayern konnten Helfer in Simbach ein vermisstes Ehepaar retten. Der 81 Jahre alte Mann und seine 77-jährige Frau seien aus einem überfluteten Keller geholt worden. Laut Polizei sind beide unversehrt. Das Landratsamt Rottal-Inn hat Opfern der Flutkatastrophe bereits am Freitag Sofortgelder in Höhe von insgesamt 645.000 Euro ausgezahlt. Für diesen Samstag hat sich Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) im betroffenen Landkreis Rottal-Inn angekündigt.

Flut-Katastrophe

Weiterhin "Land unter" in Niederbayern

Flut-Katastrophe: Weiterhin "Land unter" in Niederbayern

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Das Aufräumen ging am Freitag weiter. Es werde Monate dauern, bis die Folgen der Flut beseitigt seien, hieß es. Bagger schoben meterhohen angeschwemmten Unrat weg. Feuerwehren saugten mit großen Spezialschläuchen Schlamm und Wasser ab. Anwohner griffen zur Schaufel. Taucher waren in überfluteten Kellern unterwegs. Die Stromversorgung war am Freitag weitgehend wieder hergestellt. Mit Hochdruck wurde an der Trinkwasserversorgung gearbeitet.

Ein Grund für die schweren Regenfälle, die am Mittwoch die Überschwemmungen ausgelöst hatten, ist geringer Wind gewesen. „Das Ungewöhnliche ist, dass wir schon längere Zeit in dieser Wetterlage sind. Die Luft ist vollgesogen mit Wasserdampf“, sagte der Meteorologe Volker Wünsche vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in München. Gewitter und Regen verlagerten sich nur ganz langsam.

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