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12.01.2011

16:28 Uhr

Hochwasser

Tief „Dieter“ bringt neue Überschwemmungen

Die Hochwasserlage bleibt in weiten Teilen Deutschlands weiterhin angespannt. So wird unter anderem in Sachsen, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz damit gerechnet, dass die Wasserpegel der Flüsse weiter ansteigen. Regentief "Dieter" soll nicht nur Rhein und Mosel anschwellen lassen. In Wertheim steigt das Wasser schon jetzt höher als erwartet.

HB WERTHEIM/FRANKFURT (ODER)/FRANKFURT (MAIN). Gerade flaut das Hochwasser in den meisten Flüssen ab, da droht bereits neues Ungemach: Ein neuer Tiefausläufer soll in den nächsten Tagen Dauerregen bringen und vor allem den Rhein und die Mosel wieder anschwellen lassen. "Der Regen ist im Moment noch unterwegs. Wir müssen abwarten, wo der runterkommt", hieß es beim Hochwassermeldezentrum in Mainz.

Höher als erwartet flutete am Mittwoch das Hochwasser des Mains in die historische Altstadt von Wertheim im Norden von Baden- Württemberg. Am Vormittag lag der Pegelstand bei 5,79 Metern, 4,30 Meter mehr als normal, berichtete die Einsatzleitung. Damit war der eigentlich erst für Nachmittag erwartete Wert bereits erreicht. Aus den Nebenflüssen sei mehr Wasser in den Main geströmt als prognostiziert. Zwei Drittel der historischen Altstadt seien überflutet, etwa 1000 Menschen und 400 Gebäude betroffen.

In der Finanzmetropole Frankfurt errichteten Feuerwehrleute einen Damm gegen die Fluten des Mains, wenige Meter vom Rathaus Römer entfernt. Am nur wenige Meter vom Römerberg entfernten Eisernen Steg war die Uferstraße bereits überflutet. Auch im westlichen Stadtteil Höchst trat der Fluss über die Ufer. Mit dem Höchststand wurde für Freitag gerechnet.

Heftiger Regen wird die Pegelstände in den nächsten Tagen vielerorts wieder steigen lassen, zusätzlich lassen Plusgrade den Schnee schmelzen. Regentief "Dieter" naht von Westen und lädt vor allem an den Westhängen der Mittelgebirge wahre Fluten ab. "Hinzu kommt noch, dass es dem restlichen Schnee in den Mittelgebirgen an den Kragen geht", sagte Meteorologe Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Erst am Freitag lasse der Regen allmählich nach.

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