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23.01.2004

15:43 Uhr

Hochzeit in Indien

Mindestens 46 Menschen sterben in Feuerinferno

Im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu sind bei einem Flammeninferno auf einer Hochzeitsfeier mindestens 46 Menschen getötet und 52 verletzt worden. Unter den Getöteten befindet sich der 42jährige Bräutigam. Die Braut überlebte leicht verletzt.

HB NEU DELHI. Der Bräutigam sei gestorben, als er erfolglos versucht habe, seinen Großvater aus den Flammen zu retten, sagte ein Polizeisprecher. Vier Verletzte schwebten in Lebensgefahr. Das Feuer sei am Freitag durch einen Kurzschluss ausgelöst worden.

Unter den Toten seien auch drei Kinder und ein Baby, sagte der Polizeisprecher. Nach dem Kurzschluss habe das Dach Feuer gefangen. Panisch hätten die mehr als 500 Gäste versucht, dem Inferno aus dem kleinen Saal im ersten Stock der Hochzeitshalle in der Tempelstadt Srirangam zu entfliehen. Das enge Treppenhaus habe die Flucht erschwert. Die Nachrichtenagentur Uni berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, manche der Opfer seien noch auf ihren Stühlen verbrannt. Zunächst war von mehr als 100 Verletzten die Rede gewesen.

Zur Katastrophe kam es den Angaben zufolge zu Beginn der Hochzeitszeremonie am Freitagmorgen, während Bräutigam und Braut der Tradition gemäß sieben Mal um ein heiliges Feuer gingen. Die Polizei betonte aber, das Feuer habe das Unglück nicht ausgelöst. Die Feuerwehr konnte den Brand nach knapp einer Stunde löschen. Die Hochzeitshalle liegt in einer belebten Straße Srirangams, einem Ort rund 240 Kilometer südwestlich von Tamil Nadus Hauptstadt Madras.

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