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30.03.2011

09:05 Uhr

Hoher Blutdruck

Tepco-Chef ins Krankenhaus eingeliefert

VonJan Keuchel

Masataka Shimizu flüchtet ins Krankenhaus. Der Chef des AKW-Betreibers Tepco hatte sich schon vor zwei Wochen wegen Überarbeitung aus dem Krisenmanagement verabschiedet, nun folgt stationäre Behandlung.

Im Krankenhaus: Tepco-Chef Masataka Shimizu. Quelle: dapd

Im Krankenhaus: Tepco-Chef Masataka Shimizu.

TokioWo ist eigentlich Masataka Shimizu? Der Präsident des Unternehmens, dass derzeit wohl am stärksten im Mittelpunkt des Weltinteresses steht, tauchte zuletzt auf einer Pressekonferenz am 13. März in der Öffentlichkeit auf um sich für Fehler bei der Handhabung des Atomdesasters zu entschuldigen. Seither war der Chef von Tepco, der umstrittenen Betreibergesellschaft des schwer beschädigten und Radioaktivität ausstrahlenden Kernkraftwerks Fukushima Daiichi, nicht mehr zu sehen. Jetzt heißt es offiziell von Firmenseite, er sei ins Krankenhaus eingeliefert habe wegen hohen Blutdrucks.
Die Geschäfte wird nun bis auf weiteres Chairman Tsunehisa Katsumata übernehmen. Shimizu hatte sich schon am 16. März wegen „Überarbeitung“ aus dem Krisenstab mit der Regierung zurückgezogen, hieß es offiziell. Er habe jedoch von einem anderen Ort aus Informationen gesammelt und Instruktionen gegeben Derzeit gibt es massive Rücktrittsgerüchte um Shimizu, dem vorgeworfen wird, die Störanfälligkeit des Kernkraftwerks missachtet zu haben. Vorgestern hatte erstmals auch Japans Premier Naoto Kann das Krisenmanagement des Unternehmens scharf kritisiert.

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