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17.01.2004

20:15 Uhr

Aus aller Welt

Hubble wird nicht mehr repariert

Das Weltraum-Teleskop Hubble wird künftig nicht mehr gewartet. Die Nasa hat alle Serviceflüge zum im Orbit kreisenden Observatorium gestrichen.

HB BERLIN. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa wird künftig keine Wartungsflüge ihrer Space-Shuttles zum Weltraumteleskop Hubble mehr durchführen. Damit bleibe das Observatorium im All künftig sich selbst überlassen und werde vermutlich im Jahr 2007 oder 2008 kaputt gehen, teilte die Behörde am Freitagabend mit.

Spätestens 2011 werde Hubble voraussichtlich wieder in die Erdatmosphäre eintreten, sagte John Grunsfeld, leitender Nasa-Wissenschaftler: "Wir werden so viel aus dem Hubble-Teleskop herausholen wie möglich und versuchen, Forschung und Analyse auch nach dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre fortzusetzen."

Nasa-Chef Sean O'Keeefe traf die Entscheidung vor dem Hintergrund der neuen Raumfahrtpläne von US-Präsident George W. Bush. Er hatte entschieden, die Space-Shuttle-Flotte nur noch bis zum Jahr 2010 in Betrieb zu halten.

Nun würden alle verbleibenden Kapazitäten dahin zur Fertigstellung der Internationalen Raumstation ISS benötigt, gab die Nasa bekannt. Grunsfeld sprach von einem "traurigen Tag", doch sei die Entscheidung, die bislang geplante fünfte Service-Mission für Hubble ganz zu streichen, "das Beste für die Weltraum-Gemeinschaft".

An Hubble sollte ein maroder Kreisel ausgetauscht werden. Allerdings war die Reparatur bereits wegen des Absturzes der "Columbia" um Monate verschoben worden. Auf die US-Weltraumbehörde wartet zudem eine Fülle neuer Aufgaben: Vor wenigen Tagen hatte Bush die Nasa angewiesen, mit Planungen für bemannte Flüge zum Mond und später auch zum Mars zu beginnen.

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