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11.01.2013

14:33 Uhr

Hubschrauberabsturz

Schlechtes Wetter mögliche Ursache für Unglück

Die Identität des toten Piloten ist geklärt: Nun wird spekuliert, ob das schlechte Wetter am Absturz schuld ist. Der Hubschrauber war kurz zuvor noch in der Inspektion.

Rettungskräfte bergen den Hubschrauber. dpa

Rettungskräfte bergen den Hubschrauber.

Schwäbisch HallDer Pilot des auf die Autobahn 6 in Baden-Württemberg abgestürzten Helikopters hatte womöglich mit der schlechten Wetterlage zu kämpfen. "Es ist möglich, dass der ums Leben gekommene Pilot bei dem diesigen Wetter schlechte Sicht gehabt hat", sagte eine Polizeisprecherin am Freitag in Schwäbisch Hall der Nachrichtenagentur dapd. Auch die einsetzende Dämmerung könnte der Grund dafür gewesen sein, dass der Pilot die vorgeschriebene Mindestflughöhe verließ, eine Hochspannungsleitung übersah und auf die Autobahn stürzte.

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Bei dem Piloten handelte es sich um einen 42-jährigen Mann aus dem Hohelohenkreis, wie ein Polizeisprecher sagte. Zuvor hatte es geheißen, dass der Mann 44 Jahre alt war. Der Pilot war am Donnerstagnachmittag mit seinem Hubschrauber in Augsburg gestartet. Dort war der Helikopter zur vorgeschriebenen Jahresüberprüfung abgestellt, wie Polizei und die Staatsanwaltschaft mitteilten.

Der Pilot war mit dem Helikopter auf dem Weg zurück in den Hohelohenkreis. Wohin genau, wollte ein Polizeisprecher nicht sagen. Auch nicht, ob er der Besitzer der Maschine war. Der Pilot habe sich auf den Weg "nach Hause" gemacht. Zunächst hatte es geheißen, der Mann sei auf einem Überführungsflug von Nürnberg nach Heilbronn gewesen.

Nachdem der Pilot eine Stromleitung gestreift hatte, war der Hubschrauber auf die Autobahn 6 gestürzt und explodiert. Für den Piloten kam jede Hilfe zu spät. Ein Lastwagen wurde bei dem Absturz beschädigt. Der Fahrer erlitt einen Schock. Die Autobahn 6 war bis zum Freitagmorgen für den Verkehr gesperrt. Die beschädigte Hochspannungsleitung wurde laut einem Polizeisprecher noch in der Nacht vom Energieunternehmen EnBW "notdürftig repariert". Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ist in die Ermittlungen eingeschaltet.

Von

dapd

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