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28.01.2013

13:45 Uhr

Hunderttausende evakuiert

Australien droht neue Überflutungskatastrophe

VonUrs Wälterlin

Schwere Niederschläge im Norden der Ostküste Australiens bedrohen erneut Städte wie Brisbane und Ipswich. Gleichzeitig hält im Süden des Kontinents die Feuergefahr an.

Land unter in Australien

Video: Land unter in Australien

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Im australischen Bundesstaat Queensland scheint sich die Geschichte zu wiederholen: Menschen, die versuchen, sich aus reißenden Fluten zu retten, Autos, die vom Wasser weggespült werden, mächtige Bäume, die umfallen, weil der Boden aufgeweicht ist. Die Bilder erinnern an die Situation vor zwei Jahren. Damals kam es im selben Gebiet zu einer der folgenschwersten Überschwemmungen in Jahrzehnten. 35 Menschen starben, tausende von Häusern wurden zerstört, 200 000 Menschen waren betroffen.

Seit dem Wochenende stehen erneut weite Teile des sogenannten „Sonnenstaates“ unter Wasser. Der Tropensturm Oswald und der nachfolgende Regen haben in den letzten Tagen zu Rekordniederschlägen geführt. Städte wie Ipswich, die 2011 buchstäblich überflutet worden waren, drohen erneut unterzugehen.

Auch die Landeshauptstadt Brisbane ist wieder in Gefahr. Bürgermeister Graham Qirk meinte am Montag, „eine Wand von Wasser“ komme von Westen auf die Stadt zu. 2011 waren weite Teile der Stadt überflutet worden, nachdem der Brisbane-Fluss über die Ufer getreten war. Auch jetzt seien mehrere tausende Gebäude und Geschäfte bedroht, so der Queenslander Premier Campbell Newman. Der Fluss soll am Dienstagmittag Ortszeit den Höchststand erreichen. Bewohner von tief liegenden Stadteilen im Süden von Brisbane wurden aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

385 Kilometer weiter nördlich, im Gebiet der Stadt Bundaberg, wurden am Montag tausende von Bewohnern evakuiert. Laut Newman seien einzelne Häuser in Gefahr „von den Fluten ganz weggespült zu werden“. Die australische Bundesregierung hat am Montag die Armee aufgeboten.

Hubschrauber wurden eingesetzt, um Menschen von Dächern zu retten. Mindestens drei Personen sind bereits in den Fluten umgekommen. Ein 27-jähriger Mann wurde von einem angeschwollenen Fluss mitgerissen. Ein 81 Jahre alter Segler ertrank, nachdem sich seine Jacht vom Anker gerissen hatte. Auch ein Motorradfahrer starb.

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