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28.08.2011

14:40 Uhr

Hurrikan „Irene“ naht

Flüsse treten in New York über die Ufer

VonNils Rüdel

„Irene“ hat New York erreicht. Das öffentliche Leben steht still, während sich der Hurrikan über der Millionenstadt austobt. Auf dem Weg dorthin hat der Sturm bereits großen Schaden angerichtet.

Wirbelsturm

Tote durch Hurrikan „Irene”

Wirbelsturm: Tote durch Hurrikan „Irene”

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Washington Noch einmal hatte sich Bürgermeister Michael Bloomberg am Samstagabend im Fernsehen an die New Yorker gewandt: „Wer sich jetzt noch nicht in Sicherheit gebracht hat, sollte zu Hause bleiben“, sagte Bloomberg. Die Zeit für Evakuierungen sei vorbei.

Das war ein paar Stunden, bevor der Hurrikan "Irene" die Millionenstadt erreichen sollte. Nun ist er da.

Die schlimmsten Hurrikane seit 1980

Katrina

Katrina verwüstete 2005 die Region um New Orleans. 1322 Menschen starben, auch später in den überfluteten Straßen. Die Schäden beliefen sich, laut Münchener Rück, auf 125 Milliarden US-Dollar, wovon 62,2 Milliarden versichert waren.

Ike

2008 fegte Hurrikan Ike über Kuba, Haiti und die USA. 170 Personen kamen ums Leben, Schäden von 38,3 Milliarden Dollar entstanden. Davon versichert: 18,5 Milliarden.

Andrew

Hurrikan Andrew suchte im Jahr 1992 den US-Bundesstaat Florida heim. Es gab 62 Tote und Schäden in Höhe von 26,5 Milliarden Dollar. Versichert waren davon 17 Milliarden.

Ivan

Im Jahr 2004 tobte Hurrikan Ivan durch die Karibik und über den USA. Schreckensbilanz: 125 Tote, 23 Milliarden Dollar Schaden, 13,8 Milliarden davon rückversichert.

Wilma

Ebenfalls die Karibik und die USA traf Wilma 2005. 42 Tote waren zu beklagen, Schäden von 22 Milliarden Dollar entstanden. 12,5 Milliarden hiervor waren rückversichert.

Rita

Auch im Jahr 2005 wütete Hurrikan Rita, allerdings über Florida. Zehn Tote, 16 Milliarden Dollar Schaden, 12,1 davon abgesichert.

Charley

Ebenfalls Florida traf Wirbelsturm Charley im Jahr 2004. 36 Menschen kamen ums Leben, die Sachschäden bezifferten sich auf 18 Milliarden Dollar. Acht Milliarden gingen zu Lasten der Versicherungen. 

Frances

Hurrikan Frances verschlug es 2004 bis nach Kanada und den Norden der USA. Es starben 50 Menschen, zwölf Milliarden Dollar Schaden wurden verursacht. Gedeckt waren 5,5 Milliarden.

Hugo

Bereits 1989 zog Hurrikan Hugo über die Karibik und Teile der USA. 116 Menschen kamen ums Leben, 9,6 Milliarden Schäden standen 5,1 Milliarden Versicherungssumme gegenüber.

Jeanne

2000 Todesopfer forderte Jeanne im Jahr 2004 und verursachte dabei Sachschäden in Höhe von 9,2 Milliarden Dollar. Fünf Milliarden waren rückversichert.

Nachdem Irene um 5.35 Uhr mit heftigem Regen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern über Little Egg Inlet, New Jersey, auf Land getroffen war, bewegt er sich nun unaufhaltsam Richtung New York. Der East River und der Hudson River sind bereits über die Ufer getreten, im fast auf Meeresspiegel liegenden Hafen steht das Wasser bereits einen Meter höher, für die Stadtteile Queens und Brooklyn wurden Tornado-Warnungen herausgegeben.  

In Erwartung des Sturms steht das öffentliche Leben in New York still. Tags zuvor hatte Bloomberg die Evakuierung von 370.000 Menschen aus niedrig gelegenen Gebieten angeordnet, U-Bahnen und Busse fahren nicht mehr. Das ist einmalig in der Geschichte New Yorks.

Besonders hart getroffen, so die Berechnungen, wird die vor New York gelegene Halbinsel Long Island. Long Beach erwartet Fluten von bis zu drei Metern, nicht zuletzt deshalb, weil im Augenblick Flut herrscht. Aber auch Manhattan selbst könnte schwer getroffen werden. Meteorologen warnen vor Fluten, umherfliegenden Gegenständen und berstenden Fensterscheiben.

Kommentare (1)

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28.08.2011, 15:56 Uhr

Die Klimaveränderungen bewirken nun genau das was sie sollen!
USA der grössten Klimaverschmutzer der Welt, welche über Jahrhunderte verschmutzten was nur möglich war, die nur nahmen und vergassen zu geben, erhalten nun seit Jahren die Rechnung dafür. Andere leider auch!
Hätte Amerika jenes Geld, das sie in ihrer Geschichte für Kriege ausgaben, in die Umwelt investiert, wäre die Welt, heute wohl eine andere.

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