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28.08.2011

19:05 Uhr

Hurrikan "Irene"

USA streiten über Sturm-Warnungen

Noch steht der Schaden von Wirbelsturm „Irene“ nicht fest. Aber die Warnungen waren angsteinflößend. Nun kommen Fragen auf: Waren die Warnungen übertrieben? Oder ist es besser, auf Nummer sicher zu gehen, auch wenn sich starke Worte vielleicht abnutzen?

Dunkle Wolken haben sich am Sonntag über Manhattan gelegt. AFP

Dunkle Wolken haben sich am Sonntag über Manhattan gelegt.

Washington.US-Präsident Barack Obama sparte nicht an Dramatik, als er die Nation auf den nahenden Riesen-Wirbelsturm „Irene“ einstimmte. „Alles deutet darauf hin, dass dies ein historischer Hurrikan ist“, meinte er am Freitag, um danach seinen Urlaub abzubrechen und ins Weiße Haus zurückzueilen. Andere Amtsträger fanden noch drastischere Worte: „Haut verdammt noch mal vom Strand ab! Brauner werdet Ihr nicht! Haut vom Strand ab!“, fuhr New Jerseys gewichtiger Gouverneur, Chris Christie, seine Bürger an.

Und New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg ordnete zum ersten Mal in der Stadtgeschichte die Räumung tieferliegender Gegenden an und machte den öffentlichen Nahverkehr dicht. Er wurde nicht müde, vor dem „lebensbedrohlichen Sturm“ zu warnen.

Vielleicht war es den eindringlichen Mahnungen zu danken, dass - angesichts der Ausmaße des Sturms - nach ersten Erkenntnissen verhältnismäßig wenige Menschen zu Schaden kamen. Für andere waren die Schreckensszenarien der Meteorologen und Medien schlichte Panikmache. „Dieser Hype über Hurrikan „Irene“ löst eine Massenhysterie im gesamten Nordosten aus“, meinte ein Blogger aus Philadelphia. „Die Medien machen ein Reiseding daraus, wie bei jedem größeren Wetterereignis der Fall ist.“ Und ein Fernsehmoderator fragte in die Kamera: „Ist das hier nicht so wie bei der Geschichte mit dem kleinen Jungen, der sein Dorf so oft vor dem Wolf warnt, bis ihm am Ende keiner mehr glaubt?“

New Jerseys Gouverneur Christie, aus dessen Staat eine Million Einwohner vor „Irene“ fliehen mussten, will davon nicht wissen. „Das ist keine Überreaktion - wir müssen uns darauf vorbereiten“, meinte er. „Ich lebe hier mein ganzes Leben, und ich kenne die Geschichte von dem Jungen und dem Wolf. Das ist hier nicht der Fall.“ Es war das dramatische Versagen der

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