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27.10.2012

09:07 Uhr

Hurrikan „Sandy“

New York fürchtet den „perfekten Sturm“

VonNils Rüdel, Rolf Benders

„Sandy“ nimmt Kurs auf die Metropolen der US-Ostküste: Wenn sich der Hurrikan auf seinem Weg mit einem zweiten Sturm verbindet, rechnen Meteorologen mit dem Schlimmsten. Die Geschäftswelt trifft bereits Vorkehrungen.

Satellitenbild von „Sandy“: Kurs auf die US-Ostküste. dapd

Satellitenbild von „Sandy“: Kurs auf die US-Ostküste.

New YorkNein, sagt Paul Kocin, „wir wir bauschen hier nichts auf“. Und doch kann der Meteorologe die Menschen an der US-Ostküste nicht genug vor Hurrikan „Sandy“ warnen: „Einige unserer Modelle zeigen einen Sturm, der so intensiv ist, wie wir ihn in diesem Teil des Landes seit 100 Jahren nicht mehr gesehen haben“, sagte Kocin, der für den US-Wetterdienst National Weather Service arbeitet, der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Während sich „Sandy“ auf dem Atlantik langsam Richtung Norden schraubt, bereiten Meteorologen die Amerikaner auf das Schlimmste vor: Der Wirbelsturm, der am Freitag in der Karibik gewütet und mindestens 40 Menschenleben gekostet hatte, könnte sich mit einem weiteren arktischen Sturm aus dem Mittleren Westen verbinden und zu einem „perfekten Sturm“ verstärken. Zudem ist Vollmond, was die Gezeiten beeinflusst und im schlimmsten Fall zu noch höheren Flutwellen führen könnte. US-Medien sprechen bereits vom „Frankenstorm“.

Mehr als ein Jahr nach dem Hurrikan „Irene“ bereitet sich die halbe Ostküste auf das Eintreffen von „Sandy“ vor. Der Sturm könnte laut Vorhersagen ab Montag Metropolen wie New York, Washington und Boston erreichen. Einige Modelle rechnen ausgerechnet für Mittwoch, dem Halloween-Fest, mit Sturm, Starkregen und Überflutungen und in der Folge mit tagelangen Stroausfällen.

Hurrikane Sandy auf dem Weg in Richtung USA

Video: Hurrikane Sandy auf dem Weg in Richtung USA

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Wo genau der Sturm auf Land treffen wird, ist noch nicht absehbar. Die US-Katastrophenbehörde FEMA hat deshalb Warnungen für die gesamte Küste von North Carolina bis Massachusetts herausgegeben, eine Strecke von fast 2.000 Kilometern. Bis zu 66 Millionen Menschen könnten betroffen sein, mehrere Bundesstaaten verhängten bereits den Notstand.

In New York erhielten Mieter großer Apartmenthäuser am Freitag Warnungen vor Stromausfällen und und wurden aufgefordert, Wasservorräte anzulegen und Kerzen zu kaufen. Der Gouverneur des Bundesstaats Andrew Cuomo versetzte Notfall-Teams in Bereitschaft. Einwohner von tiefer gelegenen Regionen der Metropole müssen damit rechnen, notfalls ihre Häuser zu verlassen. „Wir nehmen das sehr ernst“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Cas Holloway.

Kommentare (2)

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27.10.2012, 11:33 Uhr

Solch ein Sturm ist nicht zum Lachen.
Kommt der starke Regen ,der Wind vom Meer oder der Bay und die Sprindtide zusammen ,so kann das sehr unangenehm werden.
Das Wasser kann nicht mehr abfliessen und staut sich.Wie hoch wird sich weisen.
Dass viele Gebiete laengere Zeit ohne Strom bleiben ist durch die Infrastruktur im laendlichen Amerika leider Relitaet.
Die meisten Gebiete sind mit 7.2kV HS leitungen verbunden und werden durch umfallende Baeume oder durchweichte Boeden einfach umgeblasen oder ausser Betrieb gesetzt.
Dann heisst es Wasser in die Badewanne lassen , die Kuehlschraenke zu inspizieren,solange es Zeit ist und auf das Beste zu hoffen.

Wolfsfreund

28.10.2012, 19:39 Uhr

"...die Kuehlschraenke zu inspizieren,solange es Zeit ist und auf das Beste zu hoffen."
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Statt die Vorräte in den Kühlschränken zu inspizieren, lieber einfach zu erhitzende Konserven bunkern. Die kann man notfalls auf'm Spirituskocher zubereiten, wenn der Strom für Tage ausfällt, was bei den maroden amerikanischen Netzen durchaus drin ist...

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