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26.08.2011

17:58 Uhr

Hurrikan vor US-Ostküste

Das Warten auf „Irene“

In der Karibik hat Hurrikan „Irene“ bereits schwere Verwüstungen angerichtet. Am Sonntag soll der Sturm die Küstenmetropole New York erreichen. In Manhattan bereitet man sich unterdessen auf die Auswirkungen vor.

Anwohner schützen ihre Häuser mit Holzplatten vor den Hurrikan-Folgen. AFP

Anwohner schützen ihre Häuser mit Holzplatten vor den Hurrikan-Folgen.

Miami/New YorkHamsterkäufe, Autoschlangen an den Tankstellen und Evakuierungen von Krankenhäusern in Manhattan: Die Ostküste der USA bereitet sich auf Hurrikan „Irene“ vor. Der Sturm bewegte sich nach Angaben des Hurrikanzentrums in Miami am Freitag mit rund 20 Kilometern pro Stunde auf die schmale Inselkette Outer Banks im US-Bundesstaat North Carolina zu. Danach sollte er nach Berechnung der Experten die Küste entlang ziehen und am Sonntag über New York hinwegfegen. Fünf US-Bundesstaaten erklärten am Freitag vorsorglich den Notstand.

Die schlimmsten Hurrikane seit 1980

Katrina

Katrina verwüstete 2005 die Region um New Orleans. 1322 Menschen starben, auch später in den überfluteten Straßen. Die Schäden beliefen sich, laut Münchener Rück, auf 125 Milliarden US-Dollar, wovon 62,2 Milliarden versichert waren.

Ike

2008 fegte Hurrikan Ike über Kuba, Haiti und die USA. 170 Personen kamen ums Leben, Schäden von 38,3 Milliarden Dollar entstanden. Davon versichert: 18,5 Milliarden.

Andrew

Hurrikan Andrew suchte im Jahr 1992 den US-Bundesstaat Florida heim. Es gab 62 Tote und Schäden in Höhe von 26,5 Milliarden Dollar. Versichert waren davon 17 Milliarden.

Ivan

Im Jahr 2004 tobte Hurrikan Ivan durch die Karibik und über den USA. Schreckensbilanz: 125 Tote, 23 Milliarden Dollar Schaden, 13,8 Milliarden davon rückversichert.

Wilma

Ebenfalls die Karibik und die USA traf Wilma 2005. 42 Tote waren zu beklagen, Schäden von 22 Milliarden Dollar entstanden. 12,5 Milliarden hiervor waren rückversichert.

Rita

Auch im Jahr 2005 wütete Hurrikan Rita, allerdings über Florida. Zehn Tote, 16 Milliarden Dollar Schaden, 12,1 davon abgesichert.

Charley

Ebenfalls Florida traf Wirbelsturm Charley im Jahr 2004. 36 Menschen kamen ums Leben, die Sachschäden bezifferten sich auf 18 Milliarden Dollar. Acht Milliarden gingen zu Lasten der Versicherungen. 

Frances

Hurrikan Frances verschlug es 2004 bis nach Kanada und den Norden der USA. Es starben 50 Menschen, zwölf Milliarden Dollar Schaden wurden verursacht. Gedeckt waren 5,5 Milliarden.

Hugo

Bereits 1989 zog Hurrikan Hugo über die Karibik und Teile der USA. 116 Menschen kamen ums Leben, 9,6 Milliarden Schäden standen 5,1 Milliarden Versicherungssumme gegenüber.

Jeanne

2000 Todesopfer forderte Jeanne im Jahr 2004 und verursachte dabei Sachschäden in Höhe von 9,2 Milliarden Dollar. Fünf Milliarden waren rückversichert.

„Irene“ wirbelt nach Angaben des National Hurricane Center mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 177 Stundenkilometern (110 Meilen). Der Sturm hatte auf den Bahamas Häuser zerstört, Palmen entwurzelt und Telefonmasten umgeknickt. An der nordamerikanischen Ostküste wird mit schweren Überschwemmungen und Stromausfällen gerechnet. Aus Sorge um überflutete U-Bahn-Tunnel erwägt New York, schon im Laufe des Samstags den gesamten Nahverkehr einzustellen und die 15-Millionen-Metropole zur Fußgängerzone zu erklären.

Die US-Heimatschutzministerin Janet Napolitano ermahnte alle Bürger in den östlichen Küstenstaaten, sich auf eine Flucht vor dem Hurrikan vorzubereiten und den Anordnungen von Polizei und Behörden zu folgen. Laut CNN könnten wenigstens 50 Millionen Menschen von „Irenes“ Auswirkungen betroffen sein. Ursprünglich war sogar von bis zu 80 Millionen Menschen in den gefährdeten Gebieten die Rede.

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