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12.04.2011

18:59 Uhr

IAEA

Fukushima ist nicht Tschernobyl

Die Gefährdung durch den havarierten Reaktor in Fukushima ist geringer als vor 25 Jahren in Tschernobyl, erklärt die Internationale Atomenergie-Behörde IAEA. Japan sieht das aber offensichtlich anders.

Ist Fukushima weniger gefährlich als Tschernobyl? Das sagt zumindest die Internationale Atomenergie-Behörde IAEA. Quelle: dpa

Ist Fukushima weniger gefährlich als Tschernobyl? Das sagt zumindest die Internationale Atomenergie-Behörde IAEA.

WienDie Gefahren, die von der Atomruine Fukushima ausgehen, sind nach Einschätzung der Internationalen Atomenergie-Behörde IAEA deutlich geringer als die Gefährdung nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl im Jahr 1986. Diese Einschätzung hielt die IAEA auch aufrecht, nachdem die japanischen Behörden die Gefahrenstufe am Dienstag von fünf auf die höchste Stufe sieben angehoben hatten. Die zuerst angegebene Einstufung sei eine provisorische Angabe der japanischen Behörden gewesen, sagte IAEA-Experte Denis Flory bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Wien.

Die Heraufstufung auf der INES-Skala sei nun auf Grundlage neuer Daten über die Umweltauswirkungen geschehen. „Bisher wusste man, dass es Auswirkungen auf die Umwelt gibt, aber man wusste nicht, in welchem Ausmaß“, sagte Flory. Die Höherstufung habe aber keine Auswirkungen auf den Umgang mit dem Unfall. Die bisher getroffenen Reparaturmaßnahmen würden weiter geführt. Die INES-Skala sei lediglich ein Instrument, um die Tragweite eines Unfalles zu kommunizieren. Die Einstufung geschehe unabhängig von nötigen Aktionen wie Evakuierungen oder gesundheitlichen Maßnahmen. Mit bestimmten Stufen seien keine bestimmten Schritte verbunden.

Die japanische Regierung hatte den Atomunfall in der Reaktoranlage von Fukushima auf der INES-Gefahrenstufe von bisher fünf auf Stufe sieben („Schwerste Freisetzung“) angehoben. Dies bedeutet, dass es Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt in einem weiten Umfeld gibt.

Von

dpa

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