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06.04.2013

13:01 Uhr

Ikea

Schweinefleisch in Elchlasagne

Belgische Behörden haben einen neuen Etikettenschwindel aufgedeckt: In Ikeas Elch-Lasagne fanden sie Spuren von Schweinefleisch. Das Möbelhaus nahm das Gericht, das auch in Deutschland verkauft wurde, aus dem Sortiment.

Nach Pferdefleisch in Ikeas Köttbullar fanden Ermittler nun Schwein in der Elchlasagne der Schweden. AP/dpa

Nach Pferdefleisch in Ikeas Köttbullar fanden Ermittler nun Schwein in der Elchlasagne der Schweden.

StockholmIkea hat in seinem Lebensmittelsortiment den Verkauf von Lasagne mit Elchfleisch vorübergehend gestoppt. Grund dafür sei der Fund von Schweinefleisch in einer Lieferung des Fertiggerichts, teilte das schwedische Unternehmen am Samstag mit.
Die Lasagne mit Elchfleisch, die in einer Menge von rund 10.000 Tonnen von einem schwedischen Produzenten geliefert worden sei, werde in Ikea-Läden in 18 europäischen Ländern angeboten, teilte das Unternehmen weiter mit. Auch in Deutschland gehört sie zum Sortiment.

Belgische Behörden hatten den Angaben zufolge Ende März Spuren von Schweinefleisch in der Lasagne gefunden. Am Freitag sei bestätigt worden, dass in einer Lieferung Schweinefleisch in einer sehr geringen Menge, etwa ein Prozent, enthalten sei, sagte eine Ikea-Sprecherin. Die Lieferung umfasse etwas mehr als 17.000 Packungen.

Im Februar hatte das Einrichtungshaus den Verkauf von Fleischbällchen vorübergehend eingestellt, weil darin Pferdefleisch gefunden worden war. Die Verwendung von nicht deklariertem Pferdefleisch hatte sich zu einem europaweiten Lebensmittel-Skandal ausgeweitet, der den Verbrauchern nach Daten des Marktforschungsunternehmens GfK kräftig auf den Magen geschlagen ist. Als Mitte Februar auch in Deutschland Produkte mit Pferde- statt Rindfleisch auftauchten, sei die Nachfrage beispielsweise nach Tiefkühl-Lasagne und Tiefkühl-Cannelloni schlagartig zurückgegangen, berichtete die GfK.

Von

rtr

Kommentare (8)

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Gast

06.04.2013, 13:40 Uhr

"Spuren von...1%"

Was soll das denn bitte? Ist das nicht normal, in einem Fleisch-verarbeitenden Betrieb?

Account gelöscht!

06.04.2013, 18:22 Uhr

Du meine Güte! Da wurde halt der Fleischwolf nicht nach klinischen Standards gereinigt zwischen zwei Chargen. Unerhörte Schlamperei, nicht wahr?

Alex

06.04.2013, 18:40 Uhr

1% Schweinefleisch kann man doch wohl noch durchgehen lassen... Werden jetzt etwa 17.000 Packungen Elchlasagne auf den Müll gekippt??? Eine Schande...

Viel wichtiger wäre es darüber zu berichten dass laut EU-Beschluss die perverse Tiermehl-Fütterung bald wieder erlaubt wird:

"Vor zwölf Jahren verbannte die EU Tiermehl aus der Fischzucht – doch im Juni läuft das Verbot aus: Dann dürfen Aquafarmen ihren Fischen wieder zermahlene Schweine und Hühner zum Fraß vorwerfen. Ab 2014 sollen sich auch die Tiere wieder gegenseitig fressen dürfen."
...

"Auf Grundlage des Beschlusses soll einem Kommissionssprecher zufolge in einem nächsten Schritt auch geprüft werden, die Verfütterung von Schweinemehl an Hühner sowie von Hühnermehl an Schweine zu erlauben"

http://www.focus.de/panorama/welt/verbot-laeuft-im-juni-aus-eu-fische-duerfen-wieder-tiermehl-fressen_aid_919948.html

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