Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.07.2014

16:26 Uhr

„Ikone des Avantgarde-Jazz“

US-Musiker Charlie Haden gestorben

Der legendäre US-Jazz-Kontrabassist Charlie Haden ist tot. Laut einem Bericht starb Haden nach langer Krankheit im Alter von 76 Jahren. Er spielte gemeinsam mit Stars wie John Coltrane, Yoko Ono und Ringo Starr .

Auf diesem Foto von 2007 spielt Charlie Haden seinen Kontrabass in Spanien. Der Musiker und Komponist gewann drei Mal den Grammy. dpa

Auf diesem Foto von 2007 spielt Charlie Haden seinen Kontrabass in Spanien. Der Musiker und Komponist gewann drei Mal den Grammy.

Los AngelesDer legendäre US-Jazzmusiker Charlie Haden ist tot. Das teilten die Veranstalter der Grammys in der Nacht zum Samstag mit. Der Kontrabassist und Komponist sei nach langer Krankheit im Alter von 76 Jahren am Freitag in Los Angeles gestorben, berichteten US-Medien unter Berufung auf die Plattenfirma und die Ehefrau des Musikers. „Die Musikwelt hat einen ihrer produktivsten, kreativsten und unerschrockensten Akteure verloren, aber seine Werke werden für immer in unserer Kultur eingeprägt sein“, hieß es in einer Mitteilung der Grammy-Veranstalter, die den Künstler auch als „Ikone des Avantgarde-Jazz“ ehrten.

Der 1937 im US-Bundesstaat Iowa geborene Haden trat in seiner Jazz-Karriere, die sich über sieben Jahrzehnte erstreckte, mit Stars wie Keith Jarrett, John Coltrane und Dizzy Gillespie auf. Er arbeitet aber auch mit Musikgrößen wie Yoko Ono, Ringo Starr und Rickie Lee Jones zusammen. Der Jazzmusiker veröffentlichte dutzende Erfolgsalben und erhielt zahlreiche Preise, darunter vier Grammys, einen für sein Lebenswerk.

Haden stammte aus einer Musikerfamilie und hatte schon als Kleinkind mit der Haden Family eine Radioshow, in der der Sohn häufig als jodelndes Kleinkind „Cowboy Charlie“ auftrat. In den späten 50er Jahren kam er als Mitglied des Free Jazz Quartett des Saxofonisten Ornette Coleman zu Ruhm. Später schloss er sich Keith Jarretts Ensemble an. Haden mischte sich auch oft öffentlich in politische Diskussionen ein.

Erst im vergangenen Monat hatte der Musiker noch ein 2007 mit Keith Jarrett aufgenommenes Album, „Last Dance“, veröffentlicht. Haden hinterlässt seine Ehefrau Ruth Cameron, mit der er mehr als 30 Jahre lang verheiratet war, und vier Kinder. Sein Sohn Josh und seine Drillings-Töchter Petra, Rachel und Tanya arbeiten wie ihr Vater ebenfalls als Musiker.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×