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02.08.2012

11:12 Uhr

Illegale Bordelle

Buchführung legt Bestechnung bei türkischer Polizei offen

Die türkische Polizei hat mehrere illegale Bordelle durchsucht. Diese haben offenbar akribisch Buch über Schmiergeld-Zahlungen geführt: Nach den Aufzeichnungen flossen Gelder auch an Polizei und Stadtverwaltung.

Prosituierte im Bordell: Die Buchführung türkischer „Massagesalons“ könnte nun Polizei und Behörden in Bedrängnis bringen. ap

Prosituierte im Bordell: Die Buchführung türkischer „Massagesalons“ könnte nun Polizei und Behörden in Bedrängnis bringen.

IstanbulDie sorgfältige Buchführung illegaler Bordelle in Istanbul bringt die türkische Polizei und andere Behörden in Bedrängnis. Wie die Zeitung „Hürriyet“ am Donnerstag unter Berufung auf die Istanbuler Staatsanwaltschaft meldete, fanden Ermittler nach Razzien gegen illegale Bordelle im vergangenen Winter mehrere Aufzeichnungen von Schmiergeldzahlungen an Polizei, Ordnungsamt und Stadtverwaltung.

In den Büchern der als Massagesalons getarnten Bordelle, die bei einer Razzia durchsucht wurden, waren laut „Hürriyet“ die Zahlungen mit Datum, Beträgen und Empfängern verzeichnet. Die Anklagebehörde geht davon aus, dass die Bordelle mit dem Schmiergeld behördliche Genehmigungen als Massagesalons erkauften. Das sei geschehen, obwohl die Behörden wussten, dass es in den Salons um bezahlten Sex ging, meldete „Hürriyet“.

Zeugen sagten der Zeitung zufolge zudem aus, einige Beamte hätten als Gegenleistung für ihre stillschweigende Zustimmung gratis die Dienste von Prostituierten in Anspruch genommen. In dem Prozess gegen die Bordellbetreiber, der am Donnerstag in Istanbul beginnen sollte, sind auch Polizeibeamte sowie zwei stellvertretende Stadtteil-Bürgermeister angeklagt.

Von

afp

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

02.08.2012, 11:52 Uhr

Tja,
ein Staatsbediensteter ist auch nur ein Mensch.
So Ironie off!
Hier lässt sich der eine Bezahlen und der andere in Naturalien Bezahlen (um halt wegzuschauen). Ein gutes hat die Geschichte an sich. Das sich die Protagonisten die sich "Schmieren" ließen, nicht herausreden können. Bin mal gespannt wie es ausgehen wird...

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